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Auf den Spuren eines ungeklärten Verbrechens

Hinterkaifeck ist der Tatort eines der rätselhaftesten Verbrechen in der deutschen Kriminalgeschichte.

Auf dem Einödhof, etwa 300 Meter von Gröbern entfernt, der im Gemeindegebiet von Wangen (heute: Gemeindegebiet Waidhofen) in Oberbayern lag und etwa sechs Kilometer von Schrobenhausen entfernt war, wurden in der Nacht vom 31. März auf den 1. April 1922 sechs Menschen ermordet, indem der oder die Täter ihnen mit einer Reuthaue den Schädel einschlug(en).

Das Verbrechen wurde bislang nicht aufgeklärt.

 

Die Opfer

  1. Andreas Gruber (* 09.11.1858) und
  2. Cäzilia Gruber (* 27.11.1849), deren verwitwete Tochter
  3. Viktoria Gabriel (* 06.02.1887), deren Kinder
  4. Cäzilia (* 09.01.1915) und
  5. Josef (* 07.09.1919) sowie die ledige Dienstmagd
  6. Maria Baumgartner (* 01.10.1877).

Der Tatort

  Aquarell von Max Binder 1923

Dieses kleine Aquarell, das Hinterkaifeck von der Westseite her zeigt, wurde im Februar 1923 vom Wandermaler Max Binder im Auftrag einer Familie aus Kaifeck genau einen Tag vor dem Beginn der Abrissarbeiten des Hofes fertiggestellt.


Das Klassenfoto von 1921

Nachdem die Dame, mit welcher jenes zweiteilige Gespräch im Herbst 2007 geführt wurde, im April 2008 verstarb, fand sich im später gesichteten Nachlass ein Klassenfoto, auf dem die Tochter der Verstorbenen im Herbst 2008 eine eindeutige Verifizierung vornahm. Sie war auf dem Foto, über dessen Existenz sie darüber hinaus schon im November 2007 berichtete, mit einem Kreuz markiert und nach eigenen Angaben (siehe Interview) in den ersten beiden Schuljahren bis zu ihrem Wegzug aus Waidhofen gemeinsam mit Cäzilia Gabriel in eine Klasse gegangen. Es lag also sehr nahe, dassich Cäzilia mit auf diesem Foto befindet.

Das Klassenfoto von 1921

Der Zeitzeuge Andreas Schwaiger in einer Befragung 1980

Der Ingolstädter Kriminalhauptkommissar Hans Kolb befragte den Zeitzeugen Andreas Schwaiger am 04. Juli 1980 in dessen Wohnung über den Mordfall Hinterkaifeck.

Der damals 83jährige Schwaiger (*12.02.1897, +08.02.1984), dessen neun Jahre jüngerer Bruder Alois ebenfalls als einer der ersten am Tatort war, brachte schon 1952 die Angaben bei, nach denen die Zeichnung des Anwesens von der Nord- und Südseite angefertigt wurden - hier unter dem Foto Schwaigers ebenfalls zu sehen.

Für die Verfügungstellung dieser Abschrift sei dem Regisseur Kurt K. Hieber herzlichen Dank gesagt!

Der Zeitzeuge Andreas Schwaiger in einer Befragung 1980

Die Neue Augsburger Zeitung vom 06. und 10. April 1922

Der Sonderberichterstatter Hans Lautenbacher veröffentlichte in der von 1857 bis 1951 aufgelegten "Neuen Augsburger Zeitung" (1944-1945 aufgegangen in die "Augsburger National-Zeitung") am o6.April 1922 den ersten umfänglichen Bericht über die Mordtat in Hinterkaifeck.

Das Besondere an den Berichten Lauterbacher's sind wohl die angefertigten Zeichnungen, die den Hof von Norden und Westen aus zeigen.

Die Neue Augsburger Zeitung vom 06. und 10. April 1922

Ein kurzer Filmbeitrag aus der Reihe "Spurlos" (1994)

1994 strahlte der Fernsehsender RTL in seiner Reihe “Spurlos” einen Beitrag über den Mordfall Hinterkaifeck aus, Moderator war der bekannte Schauspieler Charles Brauer. Macher des Films war Kurt Hieber.
Als Übersicht über die damaligen Ereignisse und Zusammenhänge ist dieser Kurzfilm sehr gut geeignet, auch wenn einige Details natürlich aus Mangel an erwiesenen Erkenntnissen der erzählerischen Freiheit geschuldet sind.

Unser Dank gilt RTL vor allem für die recht aufwändige und stimmungsvolle Rekonstruktion, die dem “wahren” HK doch sehr nahe kommt.

Wir haben den Filmbeitrag für Sie als “Einstimmung” in den Mordfall Hinterkaifeck hier aufbereitet...

Hier geht es zum Filmbeitrag

Sterbebildchen

Das im Kirchlein Sankt Vitus in einem alten Kirchenbuch gefundene Bildchen der Hinterkaifecker Opfer gibt auch heute noch Rätsel auf.

Lesen Sie hier, warum...


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