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hinterkaifeck
die wahre geschichte hinter tannöd

Das Kinoplakat

Eine Produktion der SECURITEL im Auftrag des ZDF.

Ein Film von Kurt K. Hieber

Erscheinungsjahr: 2009

45 min
Originalton
16:9 - Beta SP digital


Kinopremiere:
Samstag, 7. November 2009, CineradoPlex - Pfaffenhofen
Fernsehausstrahlung:
Mittwoch, 18. November 2009 - 23.30 Uhr im ZDF

empfohlene Links:

kinobesitzer

Anfragen zur Ausstrahlung des Filmes bitte direkt an BADLANDS FILM · Kurt K. Hieber · Schmied-Kochel-Str. 2 · 81371 München · fon +49 89 7212135 · mobil +49 1728628377 · mail: kkhieber@aol.com

kurzinhalt

Noch heute sagen die Leute, dass in der Sturmnacht vom 31. März zum 1. April 1922 der Teufel nach Hinterkaifeck gekommen ist. Auf dem Einödhof bei Schrobenhausen werden alle 6 Bewohner – 4 Erwachsene und zwei Kinder – bestialisch erschlagen.

Der Polizei gelingt es nicht, den oder die Mörder ausfindig zu machen. Weil der Fall bis heute ungeklärt ist, geistert die Geschichte noch immer in durch die Köpfen der Menschen. Kinofilme, Theaterstücke und der Bestseller „Tannöd“, hinter allen steht Hinterkaifeck.

Angehende Kriminalkommissare und eine selbsternannte Internet-SOKO „Hinterkaifeck“ haben sich jetzt noch einmal auf die Spuren des Falls begeben. Diese spannende Spurensuche begleitet der Film und deren Erkenntnisse stellt er in aufwändigen Spielszenen nach. Dabei entsteht das Bild einer vergangen geglaubten Zeit und eine Ahnung, was damals wirklich passiert ist.

Präziser als jede Fiktion gelingt es dem Dokudrama, der Wahrheit ein Stück näher zu kommen.

pressenotiz

Am 19. November 2009 kommt die Verfilmung des Bestsellers TANNÖD in die Kinos.

„Hinterkaifeck – die wahre Geschichte hinter Tannöd“ liefert die dazu gehörigen Fakten. Denn die Unterlagen zu dem 6-fachen Mordfall sind längst nicht mehr öffentlich zugänglich.

15 angehende Kommissare der Polizeifachhochschule Fürstenfeldbruck haben sie in einer aufwändigen Studienarbeit noch mal zusammengetragen und zusammen mit einer interessierten Internetgemeinde neue Schlüsse daraus gezogen.

Laiendarsteller aus der Region - die der Regisseur Kurt K. Hieber (Die vergessenen Kinder; Der Galaxenbauer u.a.) aus 400 Bewerbern ausgewählt hat - spielen die entscheidenden Momente der Tat und die Umstände, die dazu führten nach.

So entsteht das präzise Bild eines Dramas, das Psychogram einer menschlichen Tragödie.

momentaufnahmen

Filmausschnitt 1 Filmausschnitt 2 Filmausschnitt 3

 

 

 

 

darsteller

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ein Interview mit Kurt K. Hieber (Regisseur/Autor)

Wie kamen Sie zu HINTERKAIFECK?
In erster Linie durch meine Geburt. Ich bin ganz in der Nähe geboren und aufgewachsen und kenne die Geschichte von Kindesbeinen an. Der Ausdruck: „Da geht´s ja zu wie in Hinterkaifeck“ war bei uns im Dorf für chaotische Familienverhältnisse reserviert.

Was hat Sie an dem Thema gereizt?
Das emotionale Chaos, das offenbar auf dem Einödhof herrschte. In dieser Form ist so was letztlich nur in Landschaften möglich, in denen ein sehr orthodoxer Glaube vorherrscht; in diesem Fall der Katholizismus.

Wann war klar, dass Sie darüber einen Film machen wollen?
Irgendwann habe ich das Buch von Peter Leuschner darüber gelesen und habe mich in den Stoff „verliebt“. Diese Geschichte hat viele Elemente einer griechischen Tragödie. Und das mitten in Bayern, im tiefsten Hinterland. Das hat mich gereizt. Ich habe ein Fiction-Drehbuch dazu geschrieben und dafür auch eine bayerische Drehbuchförderung bekommen. Aber ich war wohl zu früh dran mit so einem schweren Thema. Das Projekt wurde jedenfalls nie realisiert. Deshalb habe ich 1991 darüber einen Dokumentarfilm gemacht: „Hinterkaifeck – Auf den Spuren eine Mörders“

Es gibt also bereits einen Film von Ihnen zu dem Thema?
Ja. Für das Spielfilm-Drehbuch habe ich ziemlich viel recherchiert. Und festgestellt, dass Peter Leuschner für sein erstes Buch nur die Akten, die in Augsburg lagerten, zur Verfügung hatte. Es gab aber noch weitere Akten im Münchner Staatsarchiv. Ich war wahrscheinlich der erste, der alle Unterlagen des Falls zur Verfügung hatte. Und diesen Wissensvorsprung wollte ich natürlich ausnutzen. Der Film kommt ja dann auch auf eine ganz andere Lösung des Falls.

Und warum haben Sie jetzt noch einen Film über Hinterkaifeck gemacht?
Da sind drei sehr unterschiedliche Dinge zusammen gekommen: Erstens hatte ich im Urlaub Tannöd gelesen, fand das Buch interessant, war aber – wie viele – von dem ungeheuerlichen Erfolg überrascht. Zweitens hörte ich davon, dass die Abschlussklasse der Polizeihochschule Fürstenfeldbruck den Fall mit modernen Mitteln nachrecherchiert. Und Drittens gab es im Internet plötzlich eine riesige Nachfrage nach dem Stoff. Mehrere sogenannte „Hinterkaifeck-SOKOs“ wurden gegründet und Menschen aus ganz Deutschland interessierten sich auf einmal sehr intensiv für das Thema.

In Ihrem neuen Film geht es genau um diese drei Ebenen, oder?
Ja. Der gewaltige Erfolg von Tannöd hat, wenn man so will, ein Feuer im Internet entfacht. Ich habe mich unter einem Pseudonym an den Forendiskussionen beteiligt und gemerkt, dass selbst ich – der sich wirklich gut auskennt - noch was über das Thema lernen kann. Das Internet bietet Möglichkeiten, die für solchen „ungelösten Geheimnisse“ einfach fantastisch sind. Wenn mehrere Menschen an einem Problem rumtüfteln, gibt es oft überraschende Erkenntnisse. Und dann habe ich mich mit den angehenden Kriminalern getroffen und sie gefragt, warum sie sich aus tausenden Fällen, die ihnen zur Verfügung standen, gerade Hinterkaifeck rausgesucht haben. Niemand konnte eine befriedigende Antwort für seine Faszination geben, außer vielleicht: „Wer von dieser Geschichte einmal gehört hat, den lässt sie nicht mehr los!“

Aber es ist kein reiner Dokumentarfilm geworden.

Nein, den gab es ja schon. Die Erkenntnisse der angehenden Kriminaler oder der Internetleute, musste man einfach in spannende Bilder packen. Und die konnte man nur durch Inszenierung herstellen. Dokumentarisch wäre diese Dichte gar nicht möglich gewesen.

Woher stammen die Schauspieler?
Außer Sarah Jung, die die Viktoria spielt, sind alle Laienschauspieler. Wir haben über den „Donaukurier“ ein Casting ausgerufen und die Darsteller aus über 400 Bewerbern ausgesucht. Das war eine ganz spannende Arbeit, die mir vielleicht noch bei manchen meiner kommenden Filme helfen könnte.

Der reale Einödhof Hinterkaifeck steht nicht mehr. Wo haben Sie die Spielszenen realisiert?
Wir haben ziemlich lange nach einer passenden Location gesucht und haben sie schließlich in meiner Heimatgemeinde Handzell gefunden. Dort gibt es am Dorfrand einen Dreiseithof, der vor allem im Inneren fast exakt Hinterkaifeck entspricht. Die Aufteilung der Räume, der Stall, der Stadel, alles kam unseren Vorstellungen sehr nahe. Es war fast unheimlich, als wir diesen Hof zum ersten Mal betraten.

Und die Besitzer haben Ihnen erlaubt dort zu drehen?
Ja, der Hof steht leer. Und ich hatte natürlich auch einen kleinen Heimvorteil. Jedenfalls konnten wir den Hof so herrichten, dass er exakt unseren Bedürfnissen entsprach.

Wie würden Sie Ihren Film jetzt bezeichnen? Dokumentarspielfilm? Spieldokumentation?
Ich mag diese Kategorisierung gar nicht. Jeder Film, egal ob inszeniert oder dokumentarisch, muss – um es pathetisch zu sagen – die Herzen der Zuschauer erobern. Wenn das gelingt, ist es egal, in welche Film-Kategorie der gehört. Wir haben unseren Film ein Dokudrama genannt. Diese Mischformen aus Spiel- und Dokumentarteilen ist z.B. bei der BBC in England schon länger ein großes Thema.

Haben Sie den Fall Hinterkaifeck gelöst?
Für mich habe ich den schon lange gelöst. Aber der Zuschauer will ja immer einen letzten Beweis. Und den, nein, den können wir nicht präsentieren. Das Ergebnis der Studie ist ja unter Verschluss. Aber die Spuren, die wir zeigen, sprechen schon eine sehr eindeutige Sprache.

Dürfen wir etwas über Ihr nächstes Projekt erfahren?
Ausbruch - Der Al Capone vom Donaumoos. Die Rechte an dem Buch des Ausbrecherkönigs Theo Berger habe ich noch zu dessen Lebzeiten erworben. Das jetzt endlich zu realisieren, ist die nächste Aufgabe.

Dokumentar- oder Spielfilm?
Wahrscheinlich wieder eine Mischform, ein Dokudrama halt.

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Die historischen Akten

Dank der Hilfe vieler User aus dem Forum von hinterkaifeck.net sind nun wesentliche Teile der in Augsburg und München eingelagerten Akten über den Mordfall erstmals zugänglich und können hier online eingesehen werden.

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Der "FFB-Bericht"

Der im Jahr 2007 an der Fachhochschule für Verwaltung und Recht in Fürstenfeldbruck bei München erstellte Bericht über den Mordfall Hinterkaifeck ist hier erstmals öffentlich zugänglich.

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Sterbebildchen

Das im Kirchlein Sankt Vitus in einem alten Kirchenbuch gefundene Bildchen der Hinterkaifecker Opfer gibt auch heute noch Rätsel auf.

Lesen Sie hier, warum...


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