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Radio Ingolstadt über Hinterkaifeck (1991)

Anläßlich des Premiere des ersten Hinterkaifeck-Dokumetarfilmes von Kurt Hieber sendete Radio IN einen knapp 45-minütigen Beitrag, den wir hier mit freundlicher Genehmigung von Radio IN bereitstellen.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Herrn Tomaschek von Radio IN und dem aufmerksamen User, der diesen Beitrag 1991 mit einem Kassettenrecorder aufgenommen hat.

 

 

 

 

Hier einige der weniger gut verständlichen Passagen, von unserem User Paartalgraf zu Papier gebracht:

Stammtischinterview:
„Wissen tun die doch alle nichts. Die können nur aus Erzählungen irgendwie rekonstruieren, aber mehr können sie nicht. Schau, wenn sie heute einen Mord rekonstruieren wollen nach 3 Jahren, dann ist es schon völlig zwecklos. Wenn es da am Biertisch eine Rauferei gibt, und sie fragen am anderen Tag, dann hören Sie mindestens 5 verschiedene Versionen.“


Interview Viktoria Baum:
Am Dienstag ist ein Monteur gekommen, dann hat er zu meinem Vater gesagt, daß sich in Hinterkaifeck nichts rührt. Mein Vater war Ortsführer, dann hat mein Vater gesagt „ja warum rührt sich da denn nichts, das kommt mir aber komisch vor“. Dann sagt er „geh zu, lauf einmal rauf und schau“. Ja, dann bin ich raufgelaufen und hab geschaut, und, da hat sich überhaupt nichts gerührt. Sag ich: „Vater, da rührt sich ja überhaupt nichts, mir kommt das scheusslich vor“. Sagt der Vater „geh ich rauf“, sagt er „nein, da geh ich jetzt zu 2 Nachbarn rüber, und hole zwei Nachbarn- mir gefällt die Geschichte nicht“.
...
Dann bin ich hinten rein, dann bin ich gestolpert, und bin über einen Fuß rübergestolpert, und der war mit Heu zugedeckt, dann hab ich das Heu ein bisschen weg, jetzt habe ich gesehen, das der alte Kaifecker drinliegt. Da kannst Du Dir ja denken, wie mir geworden ist. Dann bin ich noch ein kleines bisschen weitergetreten und habe ich noch einen gefunden / gefühlt, dann sagt der Vater „Ja wo ist denn dann mein Bub?“. Der Bub war auch erschlagen, gell, der war auch tot. Dann haben wir halt reingeschaut. Das Viech hat- gerade wie wenn sie das Vieh gefüttert hätten, daß wissen wir nicht. Das hat gar nicht so geschrien und war auch gar nicht so hungrig, dann sag ich- dann ist der Vater rein, ich bin hinterher gegangen, und dann haben wir es gesehen. Da erschrickst Du schon, das Du nicht mehr weißt wo Du bist, das kannst Dir denken, wenn die Leute, die man so gut kennt, da drinliegen.
...
Wenn einmal 6 Tote daliegen, was glauben Sie, was das war für die Leute von Gröbern? Die haben überhaupt nicht mehr gewusst- wir haben uns alle so gefürchtet, wir trauten uns kein Heu mehr runterwerfen und nichts mehr und sind alle zusammengegangen vor lauter Angst.


Interview Andreas Schwaiger jun.:
Das war ein Bekannter der ist in diesem Haus drinnen, da hat er mit den Leuten schon gegessen und allesamt. Der war mit diesen Leuten bewandert. Da war räusper, jetzt hätte ich bald den Mörder gesagt.......- das war nicht... das waren Liebessachen waren das, hat mein Vater gesagt....... Liebessachen.....ja, weil der Alte, der Alte ein solchener war. Da hätte einer vielleicht reinheiraten wollen. Da war ein kleines Kind da, na freilich muß er dann alles wegtun, oder? Das war Liebesmord!
Und das er das gewusst hat, das hab ich ihnen auch gesagt- wer es war. Weil mein Vater schon gesagt hat, da war ich ein kleiner Bub, mein Vater und sein Bruder.Die waren zu Dritter und da war noch jemand dabei, und da hat ein Fuß rausgeschaut vom Gsotthaufen, dann hat er gesagt, daß ist der Alte – ohne ein Gesicht zu sehen, ohne ein Gesicht zu sehen – da wissen Sie schon, was das heisst?
Der ist da in der früh um 3 heimgekommen, und die Leute stehen doch in der früh auf um 3 haben sie schon das Brot gebacken. Und da hat er sein blutiges Zeug verbrennt. Meinen Vater sein Bruder hats mir erzählt, er hat gesagt „Wenn ich da reingegangen wär, wäre ich auch durchgedreht“. – Das wissen mehrere nicht. Alles klar?
Ich habs Ihnen schon gesagt gehabt, ich halte mich raus. Ich halte mich raus, durchaus- von der Ortschaft.

 

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Die historischen Akten

Dank der Hilfe vieler User aus dem Forum von hinterkaifeck.net sind nun wesentliche Teile der in Augsburg und München eingelagerten Akten über den Mordfall erstmals zugänglich und können hier online eingesehen werden.

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Der "FFB-Bericht"

Der im Jahr 2007 an der Fachhochschule für Verwaltung und Recht in Fürstenfeldbruck bei München erstellte Bericht über den Mordfall Hinterkaifeck ist hier erstmals öffentlich zugänglich.

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Sterbebildchen

Das im Kirchlein Sankt Vitus in einem alten Kirchenbuch gefundene Bildchen der Hinterkaifecker Opfer gibt auch heute noch Rätsel auf.

Lesen Sie hier, warum...


Danksagung

Der Dank der Betreiber dieser Seiten richtet sich für ihre inhaltliche Zu- und Mitarbeit an alle "Privatermittler", welche den Mordfall Hinterkaifeck durch ihr privates Engagement und erheblichen Rechercheaufwand nicht in Vergessenheit geraten lassen.

 

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