Axtmordserie in den USA um 1900: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Das Hinterkaifeck-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
(Übersicht)
(Übersicht)
Zeile 54: Zeile 54:
 
|unbekannt
 
|unbekannt
 
|ja
 
|ja
|-
 
 
|}
 
|}

Version vom 18. Januar 2022, 18:12 Uhr

im Aufbau

1 Was

Anfang des 19. Jahrhunderts gab es eine Mordserie in den USA -der bekannteste Mord ist zweifelsohne der in Villisca- die einander ziemlich ähnelten und den Verdacht nahe legen von ein und derselben Person begangen worden zu sein.

Die Mordserie begann 1898 in Brookfield, Massachusetts mit der Ermordung der Familie Francis D. Newton, die in ihrem eigenen Haus mit einer Axt erschlagen wurden.

[Bei dieser Tat gab es einen Verdächtigen, denn am Tatort fehlte der Landarbeiter Paul Mueller. Er wurde zuletzt in der Mordnacht gesehen, als er zum nächsten Zug ging. Die Polizei von Worcester arbeitete über ein Jahr lang mit der Staatspolizei zusammen, um ihn zu verhaften, man konnte ihn aber nicht finden. Zuletzt wurde er gesehen, wie er in Richtung der Boston & Albany Eisenbahn ging, wo er einen Zug nahm, der um 1 Uhr morgens abfuhr. Seitdem wurde keine Spur von ihm gefunden.

Das Autorenduo Bill James und Rachel McCarthy James, die das Buch „The Man from the Train“ schrieben, haben die Axtmorde in den USA aufgegriffen und ordnen alle Taten (die sind alle ungelöst) diesem Paul Mueller zu, darüber hinaus spannen sie sogar aufgrund der Gemeinsamkeiten und Muellers deutscher Wurzeln den Bogen zu Hinterkaifeck.


2 Gemeinsamkeiten

Nicht nur untereinander ähneln sich die Taten aus den Vereinigten Staaten, tatsächlich haben diese auch Gemeinsamkeiten zur Tat in Hinterkaifeck.

Bullet.gif Tatwaffe    Bullet.gif Tatwaffe verblieb am Tatort    Bullet.gif Haus verschlossen
Bullet.gif Opfer abgedeckt    Bullet.gif Nähe zur Eisenbahn    Bullet.gif fehlendes/unklares Motiv   

3 Übersicht

Tatzeit
und Ort
Opfer Tat Tatwaffe? Raubmord? Übertötung abgedeckte ?Opfer blieb Täter am Tatort? Haus verschlossen?
07.01.1898
Brookfield/Ma.
Francis D. Newton (47)
Sarah A. Newton (41)
Elsie A. Newton (10)
Francis Newton, ein wohlhabender, wenn auch nicht reicher Farmer, war vorsichtig mit seinem Besitz, aber nicht geizig, und verstand es zu wirtschaften, umso ungewöhnlicher war es, als die Nachbarn das Gebrüll der Kühe nun schon den zweiten Tag hörten. Elmer Newcomb, der direkte Nachbar wohnte ca. 400 m entfernt, ging zusammen mit zwei weiteren Nachbarn zur Newton Farm, um die Kühe zu versorgen. Sie nahmen an, dass die Familie über das Wochenende weggefahren war, ohne es ihnen mitzuteilen, wunderte sich aber warum er in diesem Fall nicht jemanden gebeten hatte, auf das Vieh aufzupassen.

Nachdem sie dies taten und das Grundstück verlassen hatten, unterhielten sich die Farmer ein wenig über das Geschehene und waren sie sich einig, dass es merkwürdig war, "dass die Newtons gingen, ohne Vorkehrungen für die Verpflegung des Viehs zu treffen. Einer der drei Nachbarn drängte auf eine weitere Nachschau und dafür zog man drei weitere Nachbarn hinzu.
Gegen 22 Uhr erreichten die Männer das Haus. Die Vorder- und Hintertür waren verschlossen und die Vorhänge fest zugezogen. Niemand antwortete auf ihr Klopfen, Rufen und Treten an die Tür, nur der Hund im Inneren des Hauses bellte. Die Männer schlurften unbehaglich auf der umlaufenden Veranda herum, und fanden dann einen Weg durch ein unverschlossenes Fenster mit einer zerbrochenen Scheibe, das in die Stube führte. Das Haus war verwüstet - überall Kleidung, herausgezogene Schubladen, verstreute Papiere. In Elsie und Sarahs Zimmer im ersten Stock fanden sie Mutter und Tochter in blutgetränkten Betten, die Decken über ihre Köpfe gestapelt. Francis Newton lag in seinem Bett, den Kopf bis zur Unkenntlichkeit zertrümmert. Sein Körper lag in seinem Nachthemd, die Decken waren so aufgestapelt, dass sie seinen Körper und sein Gesicht dicht bedeckten. Er wurde viermal in die linke Schläfe geschlagen, wobei der Stahl jedes Mal in sein Gehirn eindrang, und einmal in die Wange. Die Wand hinter ihm und die Lampe auf seinem Nachttisch waren mit getrocknetem Blut beschmiert. Es gab keine Anzeichen eines Kampfes, was darauf hindeutet, dass Newton schlief, als er angegriffen wurde. Seine Schubladen waren durchwühlt, ebenso seine Brieftasche, "deren Innenfutter von den nervösen Fingern des Mannes herausgerissen worden war, der es so eilig hatte, sich des Inhalts zu bemächtigen", wie der Boston Globe bemerkte.

Axt
wurde am Tatort neben dem Bett gefunden
Die Polizei nahm zunächst an, dass das Motiv für den Mord ein Raubüberfall war, wahrscheinlich handelte es sich aber nicht um einen Raubüberfall, obwohl der Mörder ein paar Dollar an sich genommen hatte. Newton bewahrte keine großen Geldbeträge bei sich auf und hatte in letzter Zeit auch kein Geld von der Bank abgehoben. Newtons goldene Uhr war noch an der Kette, in seiner Weste, die ordentlich über einen Stuhl in seinem Schlafzimmer hing. ja ja nein unbekannt ja