Historische Geräte und Maschinen: Gsodmaschine

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1 Was?

Gsodmaschine (auch Häckselmaschine oder Futterschneidemaschine)

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1.1 Zweck

Das Gsod ist klein geschnittenes Futter aus Heu und Stroh, der Zweck der Gsodmaschine diente ausschließlich dem zerkleinern bzw. zuschneiden des Viehfutters.

1.2 Funktionsweise

Die Maschine muß man zwar von Hand befüllen, den Schneidevorgang im Inneren übernimmt die Maschine, je nach Modell entweder durch Kraft oder durch Handbetrieb wie bspw. das Drehen einer angebrachten Handkurbel. Ein oder mehrere Messer schneiden das Futter während das Schnittgut über drehende Walzen durch die Maschine geschoben und ausgeworfen wird. Bei den meisten Häckselmaschinen sind Vorrichtungen angebracht, um Häcksel von verschiedener Länge schneiden zu können.

2 Bezug zu Hinterkaifeck

Auf dem Hof befanden sich zur Tatzeit zwei Modelle. Lorenz Schlittenbauer soll bei der der Auffindung den Leichnam der Cäzilia Gabriel gegen eine Gsodmaschine gelegt haben.

3 Aktenfundstücke


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Hinweis: Die Aktenfundstücke sind chronologisch in aufsteigender Reihenfolge angegeben. Je höher die Quellennummer, umso weiter ist diese Aussage zeitlich gesehen vom Tatgeschehen entfernt. Bitte beachten Sie dies bei der Einschätzung der Glaubwürdigkeit/Belastbarkeit der jeweiligen Quelle/Information.

"...und zog davon, nämlich der Gruber und die Cäcilie Gabriel aus dem Heu hervor. Letztere legte ich sie 1 ½ m weiter nach links gegen die Maschine hin. …." [1]
"Das Mädchen lag an der Wand neben der Stalltür. Er nahm es und legte es etwas rückwärts gegen die Häckselmaschine in der Scheune." [2]
"Im Stadel: ...eine Gsottmaschine für Kraft, eine Gsottmaschine für Handbetrieb ..." [3]

4 Quellen/Herkunft

[1] Aussage Lorenz Schlittenbauer vom 05.04.1922
[2] Aussage Michael Pöll vom 05.04.1922
[3] Zusammenstellung des Staatsanwaltes Pielmayer vom 06.11.1926