Sachverhalte: Auf welchem Weg betraten bzw verliessen die Täter das Haus?

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TuerenFenster.jpg

1 Was?

Skizze zur Raumeinteilung

Der Hof Hinterkaifeck hatte eine Vielzahl an Türen und Toren. Die genaue Lage und die Bezeichnung ist in der Abbildung rechts zu sehen (Zum Vergrößern Bild anklicken).

Über den Zustand der Tore zum Zeitpunkt der Auffindung gibt es unterschiedliche Angaben, die einerseits von einem offen stehenden Tor sprechen, andererseits sagen, dass sämtliche Tore verschlossen waren.
Wie als kamen die Täter ins Haus? Und wie verliessen sie es, wenn wirklich alle Türen verschlossen waren?

1.1 Aktenfundstücke


Info HK Wiki.gif
Hinweis: Die Aktenfundstücke sind chronologisch in aufsteigender Reihenfolge angegeben. Je höher die Quellennummer, umso weiter ist diese Aussage zeitlich gesehen vom Tatgeschehen entfernt. Bitte beachten Sie dies bei der Einschätzung der Glaubwürdigkeit/Belastbarkeit der jeweiligen Quelle/Information.


Hier eine Zusammenstellung einiger Fundstücke aus den historischen Akten:

  • "Die Gerichtskommission fand am 4.April nachts gegen 10 Uhr das Haus noch verschlossen vor. Man konnte in das Haus nur durch die westliche Türe des Maschinenhäuschens gelangen." [1]
  • "Man konnte in das Haus nur durch die westliche Türe des Maschinenhäuschens gelangen. Diese Türe ist auf der Planskizze grün bezeichnet. Bei der Ankunft der Kommission war diese Türe von innen nicht verschlossen, sie wurde nur durch ein außen schräg angespreiztes Holzstück zugehalten. Da wo dieses Holzstück den Boden berührte, zeigte der Boden eine Vertiefung, woraus man fast schließen möchte, daß diese Türe regelmäßig oder doch meistens auf diese Weise geschlossen worden war." [1]
  • "Im Haus des Gabriels angekommen fanden wir alle Türen verschlossen vor, nur das zum Maschinenhaus führende Tor, war unversperrt. Vom Maschinenhaus aus sprengten wir dann das Scheunentor auf" [2]
  • "Gegen 5 Uhr nachm. kamen wir dann am Hause an, fanden alle Türen, mit Ausnahme des zum Maschinenhaus führenden, verschlossen vor. Wir begaben uns dann in das Maschinenhaus u. sprengten dort gewaltsam das Scheunentor auf." [3]
  • "Wir fanden alle Türen mit Ausnahme der zum Maschinenhaus führende Türe verschlossen. Vom Maschinenhaus aus führte eine Scheunentür in die Tenne. Dieses Tor war verschlossen u. zwar von innen aus in der Weise, dass in der Innenseite des Tores eine Stange vom Tor zum Balken fest angebracht war. Ich habe dann angeordnet, das Tor aufzureißen, was uns auch gelungen ist." [4]
  • "Alle Türen waren verschlossen, mit Ausnahme des Tores am Maschinenhaus, welches offen stand." [5]
  • "Nachdem ich das Motorhaus wieder abgesperrt hatte, ging ich von hinten durch den Wurzgarten in den Hofraum. Dort bemerkte ich, dass die Scheunentür in aller Weite offen stand. Ich ging aber nicht in die Scheune hinein, da ich mir dachte, da hast nichts zu suchen darin, fiel aber wohl auf, dass sich in der Scheune nichts rührt, nachdem dieselbe sperrangelweit offen stand." [6]
  • "Daher begab sich der Landwirt Lorenz Schlittenbauer mit Landwirt Jakob Sigl und dem Gütler Michael Pöll von Gröbern zum Anwesen. Sie drangen durch das äussere Tor des Maschinenhauses (d.i.der Stadel), in welchem sich die Futterschneid- und andere Maschinen befanden und von da in den an den Stall anstossenden Getreidestadel, d.h. die Tenne ein" [7]
  • "begaben sie sich durch die zugemachte jedoch nicht versperrte Stadeltüre am Stadeltor vom Hofraum in den Stadel." [8]
  • "Der Maschinenmonteur erzählte damals .... seien sämtliche Türen zum Anwesen verschlossen gewesen." [9]

2 Quellen/Herkunft

Zusammenstellung nach Chuck im Forum (Registrierung erforderlich)
Hier die originale Gegenüberstellung der Fundstücke aus den Akten als pdf-Datei: Datei:Türen und Tore waren verriegelt.pdf


2.1 Originalquellen

1922:
[1] Bericht Wiessner 06.04.1922
[2] Aussage Pöll 05.04.1922
[3] Aussage Sigl 05.04.1922
[4] Aussage Schlittenbauer 05.04.1922
[5] Aussage Schirovsky 05.04.1922

1925:
[6] Aussage Hofner 15.05.1922

1925:
[7] Bericht Pielmayer 06.11.1926

1951:
[8] Aussage Schlittenbauer J. 17.12.1951

1953:
[9] Aussage Ney 20.03.1953