Sachverhalte: Der Spitz

Aus Das Hinterkaifeck-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Grossspitz.jpg


1 Der Spitz

Auf Hinterkaifeck gab es zum Zeitpunkt der Tat einen Hofhund. Auch er wurde von dem oder den Täter/n verwundet.
Über den Hund und sein Verhalten gibt es verschiedene Informationen, die hier zusammengetragen werden.

Informationen zum (Deutschen) Spitz im Allgemeinen finden sie hier.

2 Aktenfundstücke


Info HK Wiki.gif
Hinweis: Die Aktenfundstücke sind chronologisch in aufsteigender Reihenfolge angegeben. Je höher die Quellennummer, umso weiter ist diese Aussage zeitlich gesehen vom Tatgeschehen entfernt. Bitte beachten Sie dies bei der Einschätzung der Glaubwürdigkeit/Belastbarkeit der jeweiligen Quelle/Information.


2.1 Die Rasse

Über die eigentliche Rasse des Hundes gibt es unterschiedliche Informationen:

  • "ein gelber Spitz" [4]
  • "ein mittelgroßer Spitz" [6]
  • "so ein kleiner „Pampser“" [15]
  • "handelte es sich um einen Schnauzer" [20]

2.2 Das Wesen des Hundes

  • "Es ist dies ein guter u. wachsamer Hund. Es ist mir auch nicht bekannt, dass er bestimmte Personen nicht gemeldet hätte." [1]
  • "ein sehr wachsamer Hund war" [2]
  • "er wird als ein sehr wachsamer Hund bezeichnet" [5]
  • "Der als wachsam gerühmte Haushund" [6]
  • "der sonst gegenüber anderen Leuten, selbst gegen mich sehr bissig war, gerade bei Anton BICHLER nichts machte, d.h. nicht einmal bellte; auch zur Nachtzeit nicht ... Diesen Hund durfte ich nicht grob ansehen, sonst biß er mich noch in letzter Zeit. Er hat sogar die kleine ermordete Cäzilie Gabriel in den Backen gebissen. " [7]
  • "Siegl war auch öfters bei Gabriel beschäftigt, aber nicht während der Zeit, wo ich dort im Dienste war. Ich sah ihn während meiner Dienstzeit nie in der Behausung der Gabriel, kann daher nicht angeben, ob ihm der Hund leiden konnte oder nicht d.h. ob er ihn auch nicht verbellte, wie Anton Bichler." [7]
  • "Der Hofhund der Gabriels war sehr wachsam, gab bei Gelegenheit Laut und ist mir nichts darüber bekannt, dass er welche Personen nicht verbellt hätte." [8]
  • "daß nach den Angaben der Rieger –Anl.1- der Hofhund der Ermordeten, der sonst als allgemein sehr bissig und wachsam bezeichnet wird, gerade bei Anton Bichler nichts gemacht hat, d.h. bei Betreten des Hofraumes sich ganz ruhig verhalten und nicht gebellt hat. [9]
  • "Daß der Hund bei mir nichts gemacht hätte, wenn ich den Hofraum betrat, ist nicht zutreffend." [10]
  • "Der Hofhund hat nie angeschlagen, wenn ich meine Post im Küchenfenster absteckte." [22]

2.3 Übliche Unterbringung des Hundes

  • "Diesen sperrten sie aber jeden Abend in den Stall ein" [2]
  • "Dieser Hund wurde jeden Abend in den Stall gesperrt" [4]
  • "Der Hund, welcher Nachts regelmäßig im Stalle untergebracht wurde" [5]
  • "auch zur Nachtzeit nicht, wenn der Hund im Stalle eingesperrt war" [7]

2.4 Wo war der Hund zwischen Tat und der Entdeckung der Tat?

  • "Der Hund der Familie Gabriel war im Stalle eingesperrt." [1]
  • "Diesen sperrten sie aber jeden Abend in den Stall ein, was auch am 4.4.22 beim Eindringen ins Scheunentor durch uns noch der Fall war. " [2]
  • "schauten durch die Fenster in die Küche und Stallung, konnten aber keine Person wahrnehmen. Nur der Hund und das Vieh gab Laut." [3]
  • "u.er war auch noch im Stall drinnen, als Schlittenbauer mit noch zwei anderen Einwohnern von Gröbern als erster nach der Tat das Anwesen betrat" [4]
  • "war auch am 4.4 nachmittages noch im Stalle" [5]
  • "Ich hörte weiter nichts, als das Brüllen der Kühe und das Bellen eines Hundes." [11]
  • "Vor der Haustür war der Hund angehängt, der fürchterlich bellte" [11]
  • "Dem Blöckl [Plöckl] ist später aufgefallen, dass doch am Backofen der Hund gehängt sein soll. Aus diesem Grunde muss der Mann, der sich in dieser Nacht am Backofen beschäftigte, ein Angehöriger oder Bekannter gewesen sein." [13]
  • "Der Weg, den ich damals ging, führte in einer Entfernung von ungefähr 800 – 1000 m an Hinterkaifeck vorbei. Aus diesem Hof hörte ich überhaupt nichts, ich hörte nicht einmal einen Hund bellen." [14]
  • "Der Hund befand sich im Stall bei den Kühen." [17]
  • "Der Hund der Hinterkaifecker glaube ich war im Hause." [18]
  • "Daraufhin hat der Hund im Stall gebellt." [19]
  • "Der Hund hat im Stall gebellt, als mein Bruder u. ich an die Stalltüre hingestoßen haben." [21]
  • "Im Stalle bellte der Hund." [23]

2.5 Verhalten bei der Auffindung

  • "der nach jedem Fremden, der ihn zu berühren sucht, schnappt" und weiter: "auch zeigt der Hund, wenn ein Fremder auf ihn losgeht, eine große Angst, zieht den Schwanz ein, krümmt sich zusammen und fängt heftig an zu zittern, berühren läßt er sich, wie gesagt nicht, sondern er beißt" [4]
  • "umkreiste bei Entdeckung des Verbrechens winselnd das Haus in einer Entfernung von etwa 50 Schritten - er wurde angehängt und lag nun ganz eingeschüchtert an seiner Kette, als trauerte er um seine Herren." [6]
  • "Schlittenbauer hatte am 4.April 1922 abends nach Entdeckung der Mordtat noch das Vieh und den Hund gefüttert, da diese längere Zeit nicht gefüttert war, wie aus dem kläglichen Brüllen und dem Bellen und Winseln des Hundes zu entnehmen war." [12]
  • "Er hat nur einige Beller getan." [19]
  • "Diesen Hund habe ich gesehen, wie er im Stalle lag und ständig den Kopf auf die Seite legte. ... Man musste diesen Schnauzer später anhängen, weil er wahrscheinlich wegen der vielen Leute, die sich beim Bekanntwerden der Tat in Hinterkaifeck einfanden, davonlaufen wollte." [20]

2.6 Die Verletzung des Hundes

  • "muß einen Schlag auf den Kopf bekommen haben, denn sein rechtes Auge ist getrübt u.etwas verschwollen" [4]
  • "Dieser soll an einem Auge verletzt sein" [5]
  • "Wie es scheint, hat auch er einen Hieb über das rechte Auge bekommen." [6]
  • "Bestimmt weiß ich aber, daß dieser am Kopf eine Verletzung hatte. Ich glaube, es war ihm ein Auge ausgeschlagen." [16]
  • "hat dieser ebenfalls einen Schlag abbekommen und war am Kopfe verletzt" [18]
  • "Dem Hund wurde durch den Täter ebenfalls ein Schlag versetzt und am Kopfe verletzt." [20]
  • "Dieser war am Kopf verletzt. [23]

3 Sonstiges

3.1 Wo war der Hund nach der Tatentdeckung?

Der Spitz soll nach der Tat auf den Hof der Familie Gabriel in Laag gekommen sein. Das besagt zumindest ein Gerücht.

4 Quellen

1922:
[1] Aussage Pöll 05.04.1922
[2] Aussage Sigl 05.04.1922
[3] Aussage Gebrüder Schirovsky
[4] Bericht Wiessner 06.04.1922
[5] Bericht Reingruber 06.04.1922
[6] Zeitungsartikel 08.04.1922
[7] Aussage Rieger 24.04.1922
[8] Aussage Siegl 24.04.1922
[9] Bericht Neuss 02.05.1922
[10] Aussage Bichler A. 04.05.1922

1925:
[11] Aussage Hofner 15.05.1925

1926:
[12] Bericht Pielmayer 06.11.1926

1930:
[13] Aussage Bley 08.08.1930

1931:
[14] Aussage Schaupp 26.06.1931

1951:
[15] Aussage Kerner 27.11.1951
[16] Aussage Schrätzenstaller 17.12.1951
[17] Aussage Freundl 17.12.1951
[18] Aussage Schrittenlocher 17.12.1951
[19] Aussage Schlittenbauer J. 17.12.1951
[20] Aussage Schwaiger 17.12.1951

1952:
[21] Aussage Schlittenbauer J. 10.01.1952
[22] Aussage Mayer 10.01.1952
[23] Aussage Sigl 10.01.1952

5 Weitere Informationsquellen

Volltextsuche im Hinterkaifeck-Wiki: hund