Schlittenbauerchronik2: 11

Aus Das Hinterkaifeck-Wiki

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Erinnerungen v. Alois Schlittenbauer - Dokument 2

Seite 59 bis Seite 66





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VORTRÄGE


Lichtbildervortrag Vortrag am 04.06.1997 in Hundszell im Bauernmuseum
Vom Kriminalhauptkommissar Konrad Müller Wettstetten
Ich Alois geb. 1932 war ganz vorne anwesend. (Es waren so 200 Leute anwesend)

Vortrag:
Hinterkaifeck hat 38 Tagwerk Feld gehabt und 12 Tagwerk Wald.
Der frühere Hinterkaifecker hat Ostermeier geheißen.
Der Gruber hat eingeheiratet und war 9 Jahre jünger als seine Frau, sie haben 1885 geheiratet. Er hat seine Tochter Viktoria missbraucht.
1913 heiratete die Tochter Karl Gabriel aus Laag, Karl Gabriel ist am 12.12.1914 gefallen.
1915 kommt Gruber für ein Jahr und seine Tochter 1 Monat ins Gefängnis, wegen Blutschande.
Im Jahr 1918 da geht die Viktoria Gabriel zum Nachbarn Schlittenbauer und sagt: Dir ist doch deine Frau auch gestorben und wir zwei könnten doch heiraten. Allerdings, das steht nicht einwandfrei fest, war sie schon vom eigenen Vater oder anderen Männern schwanger.
Man könnte es heute noch feststellen ob die Viktoria vom Schlittenbauer oder vom eigenen Vater schwanger war, aber es würde nicht viel zur Sache beitragen.
Eine Heirat wurde abgesprochen, aber der alte Gruber war dagegen.
Am 07.09.1919 kam der Bub zur Welt und die Viktoria hat vom Schlittenbauer Alimente verlangt, dann hat der Schlittenbauer die Viktoria angezeigt, wegen Blutschande. Der alte Gruber ist darauf eingesperrt worden. Die Viktoria ist dann am nächsten Tag wieder zum Schlittenbauer gegangen und hat gesagt: Zieh doch die Anzeige zurück, das Kind ist sowieso von dir und wir zwei könnten doch heiraten. Dann ging der Schlittenbauer zur Polizei nach Hohenwart und zieht die Anzeige zurück und der alte Gruber kommt wieder aus dem Gefängnis heraus.
Und dann kommt der Schlittenbauer und sagt: Was ist jetzt, jetzt könnten wir doch heiraten, aber das sage ich schon, das schlampige Verhältnis mit deinem Vater muss schon ein Ende haben. Darauf hat der alte Grober gesagt: Das werden wir dann schon sehen. Darauf ging der Schlittenbauer wieder zur Polizei und sagt: Ich hab das letzte Mal die Unwahrheit gesagt und der Gruber gehört doch eingesperrt. Schließlich ist dann es zur Verhandlung gekommen und da der Schlittenbauer einmal ja und dann wieder nein gesagt hat, ist der Gruber wieder frei gesprochen worden. Aber die Grubers haben darauf bestanden, dass Schlittenbauer die Alimente übernimmt.
Schließlich hat der Schlittenbauer am 07.05.1921 eine andere Frau geheiratet, die hat schon 4 uneheliche Kinder gehabt und nur ein Sohn war am Leben. Die Kindersterblichkeit war damals unwahrscheinlich hoch.
Am 17.03.1922 findet der Pfarrer Haas in Waidhofen im Beichtstuhl drin 700-, Mark in Gold, das war für die damalige Zeit sehr viel Geld. Es war damals schon Inflation und das Papiergeld war schon nicht mehr so viel wert.
Die Cäzilie ging in Waidhofen zur Schule und der Pfarrer Haas wusste sofort, dass das Geld nur von der Viktoria Gabriel sein konnte. Mir fällt dabei auf, dass dabei irgend etwas auf die Viktoria zukommt. Sie hat bei ihrer Stiefschwester Frau Starringer zweimal um Geld angehalten, da hat sie gesagt: Sie braucht das Geld für einen Dreschwagen und beim zweiten Mal hat sie gesagt: Sie braucht das Geld für einen Benzinmotor, beides aber war nicht richtig. Frau Starringer war die Stiefschwester von der Viktoria, aber sie hat 8000, - Mark bekommen, man muss sich fragen für welchen Zweck. Es macht den Eindruck, sie wird erpresst. Und wenn sie schon sagt sie wird erpresst, dann bin ich der Meinung, dass es fürs Kind ist.
Dann kommt der 17. März 1922, da war also die Spende im Beichtstuhl. Dann Mitte März geht die Viktoria Gabriel nach Schrobenhausen zum Vormundschaftsgericht und verklagt den Schlittenbauer wegen Verweigerung der Alimentenzahlung.
Am 29. März 1922 findet der alte Gruber 2 Spuren im Schnee, die zwar hinein aber nicht mehr heraus führen, das hat er auch seinen Nachbarn Schlittenbauer gesagt, der neben seinen Hof geackert hat und auch dem Stegmeier hat er es erzählt. Der Gruber hat gesagt: Bei mir treibt sich so ein Gesindel herum, ich möchte bloß wissen was da los ist. Heut Nacht war keine Ruhe auf dem Dachboden. Die Nachbarn haben gesagt: Da schauen wir halt nach, die werden wir schon auftreiben, aber der Gruber ließ es nicht zu.
Wiederholt hat man im Nachhinein festgestellt, es waren Hamsterer auf dem Hof usw.. Zum Beispiel, war eine Frau und ein Mann die später nach Gröbern hinein kamen und sagten: Wir sind gerade dort gewesen und haben für 15,- Mark ein Schweinefett bekommen aber das kann man nicht mehr gebrauchen, das kann man gleich wegschmeißen, das stinkt schon. Da sagt zum Beispiel der Schlittenbauer: Die Bagage da oben, die brauchen schon lange eine aufs Dach, ein so ein stinkendes Fett zu verkaufen. Das sind so Randbemerkungen die mir so einfallen, die aber nach meiner Meinung nicht ganz uninteressant sind.
Die Magd hat gekündigt, sie hat gesagt: In ihrer Kammer da spuckt es, die Tür geht nachts auf und zu usw., das war im September. Aber sie haben eine neue Dirn ausfindig gemacht, das war die Maria Baumgartner.
Der Gruber hat auch seinem Nachbarn erzählt: Das sein Hausschlüssel fehlt. Es hat nur einen Hausschlüssel gegeben. Die Magd ist dann den 31. März gegen 5 Uhr abends angekommen, das Wetter war schlecht, ihre Schwester hat die Magd begleitet. Wie die Schwester dann gegangen ist, ist es der Magd schwer gefallen. Die Schwester hat man leider erst nach 3 Jahren vernommen.
Dann kam der Samstag der 01. April, da war die kleine Cäzilie mit 7 Jahren nicht in der Schule gewesen. Und dann kam der Sonntag, das war der 02. April, da war die Viktoria im Kirchenchor nicht dabei.
Die Hinterkaifecker waren leutescheu. Jetzt kommt der Dienstag der 04. April, das war der interessanteste Tag, der Tag der Mordentdeckung.
Da hat der Monteur Albert Hofer aus Pfaffenhofen den Auftrag gehabt, den Motor in Hinterkaifeck zu reparieren. Er war schon einmal dort und hat nichts Gescheites zu Essen bekommen. Er ist um 9 Uhr vormittags angekommen. Ihm ist aufgefallen, dass das Scheunentor offen war und der Hund an der Haustür angebunden war und bellte. Es hat dann ein paar Stunden später ganz anders ausgesehen.
Den Monteur hat man erst 4 Jahre später vernommen. Wäre aber nach meiner Ansicht von großer Wichtigkeit gewesen. Das Vieh im Stall hat gebrüllt. Um halb drei Uhr war der Monteur fertig und hat den Motor laufen lassen, er machte einen riesigen Lärm, aber es hat sich niemand gerührt auf dem Hof. Er hat gewartet bis um Drei Uhr und hat überall herum geschaut, er hat gepfiffen und gerufen, es hat sich nichts gerührt. Dann ist der Alfred Hofer nach Gröbern gefahren und der erste Hof links war der Schlittenbauer, da stehen zwei Mädchen im Garten, zu denen hat er gesagt: Beim Hinterkaifecker da rührt sich nichts und ich habe den Benzinmotor gerichtet, der läuft wieder.Dann ist er zum Lebmeier nach Kaifeck gefahren, auch da hat er einen Motor gerichtet.Zum Lebmeier hat er das Gleiche gesagt, dass sich nichts rührt usw..
Dann ist der Schlittenbauer um fünf Uhr heimgekommen, dann haben die zwei Mädels gesagt,dass der Monteur da war, der sagte, dass der Benzinmotor wieder läuft, aber die Leute beim Hinterkaifecker da oben die rühren sich nicht. Der Schlittenbauer sagt dann: Des gibt's ja nicht, am Sonntag war die Viktoria nicht in der Kirche, da müssen wir doch einmal nachschauen. Dann schickt er seine zwei Buben, zum Nachschauen nach Hinterkaifeck. Die zwei Buben sind hinauf gegangen und haben in die Fenster hinein geschaut und es war niemand anzutreffen. Darauf ist der Schlittenbauer zu seine Nachbarn Sigl und Pöll und haben sich auf den Weg nach Hinterkaifeck gemacht. Sie haben die gleichen Feststellungen gemacht. Es hat sich niemand gerührt.
Und wie Ich bereits erwähnt habe, dass der Hund nicht mehr an der Haustür angehängt war, sondern im Stall drin war und die Scheunentore verschlossen waren. Es ergibt sich für mich die Frage: Was war los in der Zeit von ½3 bis 5 Uhr? Nach meiner Ansicht kann sich da der Mörder auf dem Hof bewegt haben. Es kommt noch hinzu, dass es der 4.Tag war, dass sich die Hinterkaifecker nicht gerührt haben. Da unterstell ich einfach: Das der Täter das Vieh gefüttert hat, auf jeden Fall war er demnach auf dem Hof. (Unterbrechung von einem Zuhörer) Darf ich dazu etwas sagen: Ich habe gelesen, dass die Tochter vom Schlittenbauer bei der Entdeckung dabei war.
Ja, das habe sie gesagt ich weiß das schon. Es war ja immer so im Laufe der Jahre, auch bei Leuschner, der auch Zeitzeugen versucht hat zu fragen und bei mir ist es so überwiegend. Bei meinem Vorgänger der Kripo Chef Herrn Anton Kolb, das war eigentlich der Hauptinitiator des vorliegenden Mordfalles, es war 1979 und wie er dann 1984 gegangen ist, habe ich eigentlich nur 2 Leitzordner gehabt, und auch mein Vorgänger Anton Kolb hat gleich vom Anfang an gesagt: Ich kümmere mich nicht um den Fall, denn diese Aussicht besteht in keiner Weise. Sondern nur um diesen Fall nicht vergessen zu lassen usw.. Er hat den Fall seinem Kollegen hinterlassen.
Auf die Frage zurück zu kommen hat damals zum Beispiel ein Schwaiger Andreas, Gröbern oder die Fuchs Sophie, Gröbern oder die Viktoria Baum, das war die Tochter vom Schlittenbauer, die Leichen gesehen, aber bei der Entdeckung waren sie nicht dabei. Da waren die zwei Buben aber die ließ man nicht in den Stadel hinein, weil der Anblick so grauenhaft war. Es ist anzunehmen das die Viktoria Baum die Toten gesehen hat, nach dem ja ganz Gröbern am Tatort waren und weitaus viel früher als die Mordkommission aus Neuburg und München.
Der Schlittenbauer hat vier große Kinder gehabt und es ist aus der Heirat mit der Viktoria Gabriel nichts geworden. Dann hat er die Anna Dick von Diepolshofen am 07.05.1921 geheiratet. Der Schlittenbauer war mit den Hinterkaifecker zerstritten, ja aber das weiß man erst im nachhinein.
Der Schlittenbauer, den hat man erst 1931, das sind neun Jahre nach dem Mord, eingehend vernommen, aber auch nur deswegen, weil die Leute keine Ruhe gaben.
Ich habe während meiner Dienstzeit immer wieder festgestellt, wenn ich jemand überprüfe, dann sind die Leute zunächst recht betroffen, aber muss denen auch sagen, ich stell ja nicht was fest ob er es ist, sondern auch ob er es nicht ist. Es stellte sich heraus, dass man die Franziska, die Schwester der Magd Maria Baumgartner, gar nicht vernommen hat, obwohl sie beim Brotzeitmachen in Hinterkaifeck dabei war und die letzten Worte mit den Hinterkaifeckern geredet hat. (Dann kam der Diavortrag mit dem Hinweis auf den Hof vom Schlittenbauer und Schautafel beim Marterl, das Herr Konrad Müller aufgestellt hat).
In Augsburg sollen viele Akten und die Mordwaffe verbrannd sein. Es war also so, dass sich der Schlittenbauer mit seinen Nachbarn nach Hinterkaifeck begibt. Nach dem sie niemanden wahrgenommen haben, haben sie mit Gewalt die hintere Stadeltür aufgebrochen und sind vom Maschinenhaus dann in die Futterkammer gekommen, der Schlittenbauer geht voran, er ist 47 Jahre alt, dabei war noch der Jakob Sigl mit 36 Jahren und der Michael Pöll mit 51.Jahren. Der Schlittenbauer sieht sofort, dass ein junges Vieh los war. Es war nicht angekettet, er will es anketten und ist dabei in Richtung Stalltür, die offen war gegangen. Dabei überstieg er eine leichte Erhöhung und seine beiden Nachbarn hinten sagten: Siehst den du das nicht, da schaut ein Fuß raus aus dem Heu. Der Schlittenbauer geht zurück und zieht an dem Fuß an und dann kommt Andreas Gruber als Leiche 63 Jahre, noch in der Unterhose bekleidet, zum Vorschein. Da kann man sich vorstellen wie erschrocken der Schlittenbauer und seine Begleiter waren. Darunter, unter dem Gruber kommt seine Ehefrau Cäcilie, sie ist 72 Jahre, zum Vorschein und nochmals darunter liegt die Viktoria Gabriel 35 Jahre alt, beide sind normal gekleidet. Zwischen diesen 3 Leichen neben der Stallwand liegt die Cäzilie mit 7 Jahren, sie ist mit einem Nachthemdchen bekleidet. Sämtlichen Leichen sind die Köpfe eingeschlagen. Der Schlittenbauer ging durch den Stall über einen Futtertrog ins Haus und sperrte die Haustüre von innen auf, denn im Gang war das Kalb, es versperrte den Weg.
Dem Schlittenbauer wurde erst im Nachhinein klar, dass der im Schloß fehlende Hausschlüssel steckte. Schlittenbauer lässt also die beiden Nachbarn ins Haus und sie schauen weiter nach. Dabei geht Schlittenbauer zunächst ins Schlafzimmer der Viktoria und deren beiden Kinder und macht die schlimme Entdeckung, dass der 2 1/2 jährige Sohn durch den Kinderwagen hindurch erschlagen worden liegt, die Gehirnmasse war sogar an der Decke vom Kinderwagen. Hernach gingen sie dann in die Stube, die liegt gegenüber, hier haben sie keine Feststellungen angetroffen. Aber als sie durch die Küche gingen, nur durch die Küche war die Magdkammer erreichbar, finden sie die Magd erschlagen im Blutfleck liegen.
Dann war folgendes: Bei der ersten Feststellung, als die Mordkommission von München eintraf, da fanden sie die Leichen dort wo sie jetzt lagen, denn der Schlittenbauer hat sie ja zunächst wohl einmal auseinander gezerrt.
Auf dem Bett der Eheleute Gruber liegen eine leere Brieftasche, auf dem Schrank liegen Pfandbriefe in Höhe von 14 Tausend Mark; und noch Bargeld in Höhe von 2228,- Mark und 18 Pfennig. Man geht trotzdem immer von einem Raubmord aus, offensichtlich deshalb weil die leere Brieftasche auf dem Bett gefunden worden ist.
Interessant ist auch die Feststellung, dass der Spitz, so hat man den Hund geheißen, mit einem verletzten Auge im Stall drin gefunden wurde, er hat sich schließlich verkrochen und war überhaupt nicht zugänglich.
(Es kamen Bilder)

Hier ist die Magd der Rucksack neben Regenschirm liegt noch auf der Bank neben dem Fenster. Die Leiche ist etwas zugedeckt mit der Bettdecke, hier liegt noch ein Pantoffel hinterm Bett. Den Rucksack hat sie noch gar nicht ausgepackt. Daraus könnte man schließen, dass die Tat vor 22 Uhr begangen worden ist. Jetzt schließen wir also. Habt ihr noch Fragen? Der Schlittenbauer war auch noch Ortssprecher, der hat seinen Buben zum Bürgermeister nach Wangen geschickt, dieser soll die Gendarmerie in Hohenwart von diesen grausigen Fund verständigen.
Das ist dann auch erfolgt und um 18 Uhr wird die Mordkommision in München verständigt.
Interessant wäre die Münchner-Zeitung die der Gruber vorher gefunden hat und keiner weiß woher sie stammt. (Es kam noch eine Aufklärung)
Über Leichensezierung, von den abgeschnittenen Köpfen. Von den Hellsehern. Pfarrer Haas sagte bei der Leichenpredigt: Der Mörder kann unter uns sein, ob er Recht gehabt hat, das ist eine Frage. Vom Geld im Beichtstuhl. Vom Bäcker Bärtl Josef, der mit Schlittenbauer oder mit anderen gemeinsame Sache gemacht haben könnte. Der Bärtl ist nicht mehr von der Polizei gefunden worden.
Die Hinweise aus Russland die höre ich immer wieder. Von einen Leichenbestatter aus Unsernherrn der nach Russland gegangen ist. Vom Postboten Meier der vom Gruber nach einem Brief gefragt wurde. Es ist sehr interessant, dass auch heute ein Zeuge da ist, der 1944 in Kriegsgefangener in Russland war. In einem Lager in Sibirien und da hat ihn ein russischer Offizier angesprochen, mit einwandfreiem Deutsch, er hat gefragt: Ob er aus Bayern und ob er ob er Unsernherrn, Ringsee und auch Hinterkaifeck kennt. Der Soldat aus Ringsee hat gesagt: Die Orte sind mir natürlich bekannt. Aber der Name von dem russischen Offizier ist mir nimmer so ganz geläufig.
Aber ich habe jetzt ungefähr 6 Personen die sich nach Russland abgesetzt haben, und vom Buch ,Erster Weltkrieg" da ist auch vom Karl Ludwig Gabriel was erwähnt, in den Fahndungsbüchern die in Russland später gedruckt worden sind. Und wenn ich jetzt Ende Juni (1977) nach Russland komme, da werde ich mich bemühen, ob da in der Richtung etwas geht. Obwohl ich im Grund genommen der Meinung bin, dass Karl Gabriel am 12. Dez. 1914 gefallen ist, denn seine Schulkameraden haben ihn auf dem Schlachtfeld erkannt.

(Zeitungsbericht, Bayrische Gendarmen in Moskau 1997)
Der frühere Knecht beim Gruber hat die Mordwaffe an dem vom Gruber selbst gemachten Stiel erkannt.
Es sind viele Leute als Täter bezeichnet worden.
Das Bild von der Sophie Fuchs mit Fahrrad.
Vom Roman in der Zeitung 1951.
Vom Gump und seiner Schwester die am Sterbebett bei ihrem Vater ihre Brüder verdächtigte.
Vom Staatsanwalt Kolb, wie er die Gebrüder Gump verdächtigte. Ich bin der Meinung man bat ihnen Unrecht getan, aber es kann auch etwas Wahres daran sein. Ich hab jetzt 2 Akten über Gump, da steht zum Beispiel Adolf Gump könnte der Vater vom kleinen Josef von der Viktoria Gabriel gewesen sein.
Wie ist der Hund mit dem verletzten Auge in den Stall gekommen?
Den Andreas Schwaiger, den hat man sein ganzes Leben lang befragt und zum Schluss hat man sich fragen müssen, was stimmt den eigentlich.
Frage eines Zuhörers. Hat der Schlüssel beim Hinterkaifecker innen an der Tür gesteckt? Dazu möchte ich nicht äußern, weil mir auch schon Strafe angedroht worden ist.
Der Bürgermeister Josef Plöckl von Schrobenhausen und seine Meinung.
Kurt Hieber und sein Film über Hinterkaifeck.
Die Bildzeitung hat meinen Bericht über Hinterkaifeck nicht richtig wiedergegeben.
Fingerabdrücke wurden in Hinterkaifeck nicht angewendet, waren aber schon seit 1903 bekannt und eingeführt.
Zwischenruf: Über Viehfütterung und Schlüssel: Ich hab schon erwähnt, dass der Schlittenbauer 1931 vernommen worden ist, er ist einmal kurz verhört worden, genau wie Sigl und Pöll die mit bei der Entdeckung dabei waren, aber das war eigentlich ganz kurz. Der Schlittenbauer = Zwischenruf von seinem Kollegen: Geh hör doch auf, der kann's nicht gewesen sein, weil der hat ja 4 Tage gebraucht, bis zur Auffindung und es hat geheißen, er war die 4 Tage daheim. Müller: Aber trotzdem, wo war eigentlich der Schlittenbauer während der Zeit, seine Frau hat gesagt: Uns ist immer Heu gestohlen worden, er hat auf dem Heuboden oben geschlafen.
Also, das ist jetzt so am Rande besprochen. Ich weiß wie schlimm es sein kann, wenn jemand beschuldigt wird. Anderseits, der Schlittenbauer hat seines Lebens geduldig, er hat es auch erdulden müssen, dass ihm dieser Vorwurf gemacht worden ist, aber die Leute haben keine Ruhe mehr gegeben, auch in den späteren Jahren nicht.
Am 27.01.1926 ist der damalige Bürgermeister Greger selber zur Mordkommission nach München gefahren und hat gesagt: Ihr müsst einmal in die Gegend von Gröbern fahren und hören was da los ist. Es war ja auch so, die Mordkommission damals aus München war 4 Stunden am Tatort und dann wenn sie wollen nie mehr. Wie will man den da einen Mord in dieser Größenordnung klären und das von München aus. In Augsburg sind die Akten durch den Krieg vernichtet worden, in München haben sie sich vollständig erhalten.
Da sind etwa 2/3 aller Zeugenvernehmungen die kommen alle aus München, ja wo sind die von Wangen, Brunnen und Umgebung von Gröbern? Die Leute müssen doch befragt werden, da unten ist doch die Tat gewesen und nicht in München. Da steht immer drin: Die Dienstmagd sowieso von der Lindwurmstraße die hat folgendes gesagt:
Irgendwann 4 Jahre später ist dann ein gewisser Kolbner Staatsanwalt von Schrobenhausen runter nach Gröbern gefahren und hat die Leute vernommen. Das 4 Jahre lange Zuschauen, dass will ich hervorheben. Es waren aufwendige Fußmärsche notwendig, mit der Bahn hat man nur bis Schrobenhausen fahren können, dann hat sich ein Fahrrad leihen können so sind die Kriminaler über Land gefahren. Bei jeder Witterung dreckig war es, dann sind sie dreckig angekommen, mit Hunger und dann haben sie schauen müssen nach den Leuten die von Bedeutung waren. Auch die Dienstmärsche die zu verrichten waren, dass nimmt doch alles Zeit in Anspruch. Dann die Aufzeichnungen diese handschriftlichen, die sind ja alle Handgemacht worden, die Schreibmaschine die haben zwar die Münchner gehabt, aber die sind wieder abgefahren damit. Und diese Aufzeichnungen, die haben ja keinen Durchschlag gehabt, jetzt hat der eine Kollege von mir aus den einen vernommen, hätte aber nach meiner Ansicht dringend wissen müssen, was der andere gesagt hat und das muss man einen entgegen halten aber nicht, weil er nicht gewusst hat, was der Andere gesagt hat. Also war es insofern einfach schwierig. Und dann kommt noch hinzu, die schlechte Zusammenarbeit zwischen der Stadtpolizei und der Landpolizei, ich glaube da war auch was dran. Bei Hinterkaifeck mein ich war die Zusammenarbeit schlecht. Darum hat der Reingruber damals geschrieben, dass er schwer enttäuscht ist von den Kollegen in Hohenwart die in keiner Weise sich um den Mordfall kümmerten. Es ergibt sich auch anderseits die Frage, die Hohenwarter werden gesagt haben: Ja, wenn die schon von München kommen, dann sollen sie auch was machen und sollen den Mordfall klären. Aber man muss auch berücksichtigen, dass es damals etliche politische Morde gegeben hat und die waren offensichtlich vorrangig.
Ich habe dies erlebt bei den Terroristen Bader-Meinhof etwa. Da haben die Beamten die beste Ausrüstung auf einmal gekriegt, die besten Pistolen, da hat gar nichts gefehlt und ich sage das so im Bereich, weil es um die Politiker selber gegangen ist. Und dann waren damals die politischen Fememorde die sollen unbedingt geklärt werden, denn die Politik war damals sehr belastet. Ich lass allerdings nicht so ganz gelten, wie der Leuschner im Buch es erwähnt, dass die Polizei einfach überlastet war, oder einfach den Fall Hinterkeifeck untergeordnet sahen.

Zwischenfragen: Tierfütterung
Bei den Stadtkriminalern da habe ich schon ein bisschen Bedenken, denn was nach meiner Meinung unbedingt dringend notwendig gewesen wäre, ob die Tiere auch gefüttert worden sind, das kann man aber nur wenn man ein Tier schlachtet worden sind. Die Leichen hat man alle aufgeschnitten, hätte man ein Tier notgeschlachtet, dann hätte man mit Sicherheit feststellen können, wann zuletzt die Tiere was zu fressen gekriegt haben, das wäre nach meiner Ansicht schon von Bedeutung gewesen und wenn da von einem Fememord, oder politischen Mord die Sprache ist. Ich bin halt der Meinung, dass der Terrorist die Tiere nicht füttert. Gefüttert sind sie worden.
Fragen: Es sind doch zwei Spuren die hineingegangen sind und 2 Lagerplätze gefunden worden und die Münchner-Zeitung am Waldrand gefunden worden, dass kann doch nicht einer gemacht haben.
Das ist ja die Frage, war es einer, oder zwei. Fest steht, dieser schmale Gang im Stall, da kann nur eine Person durchgehen. Und die zwei Mulden im Heuhaufen, hat man auch so auslegen können: Die Magd hat doch den Vater und die Tochter beim Geschlechtsverkehr erwischt. Aber es waren noch Speckschwarten auf dem Dachboden, da bin ich der Meinung, diese Speckschwarten die sind bei keinen Bericht erwähnt, aber die Zeugen sprechen davon. Es hätte aber auch sein können, dass sie vom eigenen Hof herrühren.
Aber da waren zwei frisch gegrabene Löcher in dem Stadel drin, offensichtlich hat der Täter, was ich heute zum ersten mal höre, versucht die Leichen zu vergraben. Dieses Vorhaben hat er weitgehend sein lassen, weil der Boden zu hart war. Also, da waren 2 Löcher da, die Zeugen haben das im Nachhinein gesagt, die waren nicht im Bericht drin.
Es geht darum, der Täter war wahrscheinlich zur Zeit als der Monteur da war, auf dem Hof, dass der Täter durchaus die Möglichkeit gehabt hätte auch den Monteur zu erschlagen, und ausgerechnet auch mit der Waffe die schon auf den Hof verwendet wurde.
Die Bevölkerung hat sehr wohl Angst gehabt, beim Rundschreiben und in der Zeitung war es immer wieder vermerkt. Nur drei Tage später war in der näheren Umgebung ein Überfall auf einem Bauernhof (Hohenried), da sind die beiden Eheleute fürchterlich zugerichtet worden. Und da hat immer die Aussicht bestanden, dass es sich um die gleichen Täter handelt. Die Eheleute sind wahrscheinlich mit Ach und Krach mit dem Leben davon gekommen. Wie gesagt: Mit den Vernehmungen, der Schlittenbauer nach 9 Jahren, die Schwester der Magd nach vier Jahren und den Monteur nach drei Jahren, auch der Pfarrer Haas wurde zum Beispiel niemals befragt.
Konrad Müller Wettstetten

Vorträge mit Ausstellung waren in Hundszell im Gerätemuseum.
Am 04.06.1997 von Konrad Müller
Am 08.06.1997 von Hermine Sangl
Am 15.06.1997 von Hermine Sangl
Am 24.06.1997 von Konrad Müller
Am 21.11.1997 in Wettstetten von Konrad Müller
Die Frau Sangl hatte einen Vortragszettel mit schwarzer und roter Schrift und hat alle 17 Anwesende einzeln gefragt von woher sie herkommen.

Ich habe Herrn Müller im Flohmarkt in Ingolstadt getroffen. Ich sagte: Sie sind doch der Kriminaler Müller der beim erstem Vortrag in Hundszell den Schlittenbauer als Mörder bezeichnet hat. Er fragte sofort wer ich bin. Ich sagte: Ich bin der letzte Sohn vom Schlittenbauer. Seine Antwort war: Da leben doch keine mehr. Ich sagte: Wir sind noch zu Viert und es wäre besser, wenn sie sich einmal öffentlich entschuldigen würden. Er sagte: Bloß das nicht, ich will von der Sache Hintertkaifeck nichts mehr wissen und halte mich von dieser Sache heraus.
(Ich bin der Meinung, der Kriminalhauptkommissar Müller muss noch warten bis alle Schlittenbauer gestorben sind, dann tut er sich leichter mit seiner Meinung. Von einer Entschuldigung weiß ich nichts).



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Das Leuschner-Interview auf BR1


Radiosendung vom 27. März 1997 Bayern 1.(Leuschner) Das Verbrechen von Hinterkaifeck, da passierte auf einem Einödhof bei Schrobenhausen bislang grausigster Mord. Das Verbrechen von Hinterkaifeck.
In jener düsteren Nacht lässt ein Zeitungsredakteur seit 20 Jahren nicht mehr los, heute ist er zu Gast. Hallo Herr Peter Leuschner von der Münchner-TZ. Sie haben in ihrem Blatt eine große Serie über das Drama von Hinterkaifeck geschrieben. Jetzt gibt es ein neues Buch das Zweite. Bevor wir über Ihre aktuelle Theorie sprechen sollten Sie doch mal den Hörern und mir darlegen was passiert ist in jener Nacht.

In jener Nacht, am 31.März 1922, an diesen Tag ist gegen 17 Uhr eine neue Magd gekommen, die einen Tag darauf den 1. Arbeitstag gehabt hätte. Etwa 2-3 Stunden später sind aus den bis heute ungeklärten Gründen erschlagen worden, 4 der 6 Bewohner der alte Bauer, seine Frau, die verwitwete Tochter und ihr 7 jährliches Kind hat man in den Stall und dann ein Stück weiter in den Stadel gelockt und dann mit einer sogenannten Kreuzhaue erschlagen. Der oder die Täter sind anschließend in das Wohnhaus über den Stall eingedrungen und haben auch die erst wenige Stunden auf dem Hof befindliche Magd erschlagen und sogar den in einen Stubenwagen schlafenden 2 1/2 jährigen Josef. Ein mysteriöser Mord der bis heute nicht aufgeklärt worden ist. Es gab auch schon Voranzeigen in den Tagen. Vor dem Mord haben die Bewohner von Hinterkaifeck irgend etwas schon auch gespürt, dass da was passieren könnte. Die Bewohner von Hinterkaifeck, die wurden offensichtlich beobachtet, das geht aus Zeugenaussagen hervor. Da ist einmal aus einem Protokoll hervor die Rede von 2 luckiartigen Männer, die am Waldrand aus dem sogenannten Hexenhölzl aus, den Einödhof beobachtet haben. Es gibt den Fund einer Zeitung und zwar die Münchner-Zeitung, es ist die heutige Merkur, wo die damalige Ausgabe im Schnee gefunden wurde. Der alte Gruber hat herum gefragt wer sie verloren haben könnte. Dies ist bis heute ungeklärt wem diese Zeitung gehörte.
Am Tag des Mordes Früh hat der alte Gruber 2 Spuren im Schnee gefunden, es hat über Nacht ganz wenig geschneit. Er hat Spuren gesehen die zum Hof gehen, aber nicht mehr weg.
Er hat auch den Eisenwarenhändler erzählt bei dem er vorher noch war und er dachte das irgend welche Diebe um den Hof schleichen würden. Mit diesem Gespräch mit dem Eisenwarenhändler in Schrobenhausen ist auch herausgekommen, dass sie wohl bereits in der Nacht zuvor, eben im Speicher oben Schritte gehört haben. Auch seine Tochter die mit beim Einkaufen war, sagt in einem anderen Geschäft, bei uns ist es heute Nacht zugegangen wir haben keine Ruhe gehabt.
Es ist eigentlich unverständlich warum er nicht die Gendarmerie informiert hat. Nun waren es ganz schöne Familienverhältnisse damals. Also, der alte Gruber, ich glaube er war 63 Jahre und sehr geizig hatte aber viel Geld, man sprach von Hunderttausend Mark, die er irgendwo abgelegt hatte. Er war vorbestraft wegen Blutschande, die Tochter hatte angeblich ein Kind von ihm, oder vom Nachbarn, also es ging da sehr drüber und drunter. Frage: Gab es den Menschen der Interesse an dem Tod der Grubers haben konnte. Nach dem Mordfall sind sehr viele Menschen in Verdacht geraten. Also, auch aus der Nachbarschaft, es sind auch Leute in Verdacht geraten die keinen Bezug zu den Opfern hatten. Es sind Handwerksgesellen und Leute gewesen die zufällig dort vorbei gekommen sind. Es ist keine Spur so heiß gewesen, dass man sagen könnte, diese wäre es.
Frage: Welche Figur machte damals die Polizei 1922 gab es da irgend eine Spurensicherung der Mordkommission oder hat die Polizei ihrer Meinung nach Fehler gemacht?
Man muss auch wissen, dass es die Münchner Kriminalabteilung anfangs sicher für ganz Oberbayern zuständig war. Dazu muss man wissen, dass in der Zeit als in Hinteckaifeck die Leichen gefunden wurden, der Chef dieser Mordabteilung, Georg Reingruber, voll ausgelastet war.
Er war mit Ermittlungen im ersten bayrischem Fememord, das war die 20 jährige Köchin Marie Sandmayr, die ein Waffenlager rechter Kreise verraten hat. Er hatte gar keine Zeit sich darum zu kümmern. Er hat in den Maitagen, das habe ich in den Akten gelesen, da vernimmt er einen, damals Hauptverdächtigten.
Ich denke, dass das Hinterkaifeck zu mehr rechts oder links vorbei gegangen ist.
Frage: Nun haben sie in letzter Zeit Einblick in die neuen, alten Akten gesehen und haben es auch in ihrem aktuellen Buch dann niedergeschrieben?
Ich habe in den letzten Monaten etwa dreitausend Seiten im Bayrischen Staatsarchiv gesichtet, es sind die Polizeiakten der Mordkommission München, die zuständig war für die Ermittlungen. Diese Akten zeigen eindeutig, dass die in Bayern unmittelbar nach Entdeckung der Leichen, eine regelrechte Hinterkaifeck Historie ausgebrochen ist. Dies führte soweit, dass also jemand der sich einen neuen Anzug kaufte und sich in der Sonnenstrasse in München zeigte, festgenommen wurde, weil ein Zeuge gesagt hatte, letzte Woche hat er noch einen alten Anzug getragen, der könnte den Anzug quasi mit dem Geld aus Hinterkaifeck gekauft haben.
Frage: Warum haben sie erst jetzt Einblick in den Akten gehabt?
Mir ist damals gesagt worden, bei der Münchner Polizei, es gebe keine Akten, diese Auskunft war nicht ganz richtig, also diese Akten sind damals offensichtlich gerade ans Staatsarchiv abgegeben worden.
Frage: Es ist eine sehr mysteriöse Geschichte, auch schon damals. Der Einödhof wurde mittlerweile abgerissen, wann war das. Der Einödhof ist etwa 10 Monate nach der Mordnacht abgerissen worden. Heute erinnert nur noch ein Marterl an dieser Schreckensnacht, doch die Verdächtigungen in der Gegend der Familien untereinander gehen weiter.
Es ist heute noch so, dass verschiedene Familien die Anderen verdächtigen, dass in ihren Familien sich der Mörder befindet. Es ist so, dass massive Risse durch die Orte gehen, es hängt schlichtwegs damit zusammen, dass dieser Mord bis heute noch nicht aufgeklärt worden ist. Es ist auch so, dass bis heute kein Motiv feststeht. Da hat der damalige ermittelnde Generalinspektor Georg Reingruber sehr richtig erkannt, in einem denkwürdigen Protokoll vom 06.April 1922 schreibt er, dass eigentlich der Bub den Schlüssel zur Lösung dieses Verbrechen liefern müsste.
Möglicherweise hat der Bub den oder die Mörder gekannt. Es müsste heißen, dass der Täter aus dem Umfeld der Opfer kommt und nicht der Unbekannte ist nach dem die Polizei eigentlich gefahndet hatte.
Frage: Einige Monate nach dem Mord, Herr Leuschner, gab es, weil man nicht weiter kam in den Ermittlungen, okkulte Sitzungen mit den Schädeln der Opfer, da wandte man sich an zwei Frauen, an zwei Medien sozusagen, zwei Wahrsagerinnen die aber auch nicht weiter helfen konnten. Wie muss man sich das vorstellen, wie ist das abgelaufen?
Die okkulten Sitzungen sollten zunächst in der Mordstätte, im Mordhof in Hinterkaifeck stattfinden. Ich nehme fasst an, dass aus Spargründen, aus finanzielle Gründen um die Reisekosten für drei Leute zu sparen, der Staatsanwalt Ferdinand Rein ans Neuburg mit den Schädeln im Koffer nach Nürnberg gefahren ist. Die Schädel wurden bereits bei der Obstruktion abgetrennt, weil sie als Beweissicherung dienen. Die Schädel hatten eben die Einschlaglöcher der Tatwaffe.
Frage: Ja, wurden die präpariert?
Die Schädel werden ausgekocht und es werden die Schädeldecken beschriftet, die Schädeldecken sind einzeln verpackt worden, die beiden Medien, die in den Akten nur als Fräulein Jü und Fräulein Bü wussten also nicht, dass es sich um Schädel handelt. Die wussten also nur es handelt sich hier nur um Gegenstände aus dem Mordhof. Das ganze war mehr oder weniger Humbug und hat nichts gebracht.
Frage: Es hat nichts gebracht und es führte keine Spur zum Täter und dieser Täter könnte theoretisch ja noch leben. Also, rein rechnerisch, wenn er damals 20 Jahre gewesen wäre, wäre er heute ein rüstiger 95er.
Frage: Eines aber Herr Leuschner haben sie uns bislang immer nicht verraten und zwar ihre aktuelle Theorie die sie durch die Akteneinsicht gewonnen haben.
Durch die Akteneinsicht sehe ich einen politischen Hintergrund aber keinen politischen Täter.
Was ich ganz persönlich glaube, glaube ich an einen religiösen, motivierten Sühnemord, jemand das Böse in Form der Blutschande schlichtweg auf Hinterkaifeck auslöschen wollte.

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