Schlittenbauerchronik2: 13: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 17. November 2014, 19:20 Uhr

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Erinnerungen v. Alois Schlittenbauer - Dokument 2

Seite 68 bis Seite 78





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LESUNG TANNÖD


Vortrag von Andrea Schenkel am 10.05.2006 in Manching
Lesung aus ihrem Buch Tannöd.

Ich fragte sie: Von wo haben sie das alles her?
Antwort: Ich habe aus dem Buch vom Leuschner meinen Roman Tannöd herausgeschrieben, mit Erlaubnis vom Herrn Leuscbner.
Ich sagte: Aber der Leuschner hat keinen Mörder in seinem Buch, wem meinen sie mit dem Mörder Hauer und seiner Frau?

Antwort: Den Ortsführer Schlittenbauer und seiner zweiten Frau.
Ich sagte: Und von wem haben sie den Mörder?
Antwort: Vom Kriminaler Müller.
Ich sagte: Wir sind noch 4 lebende Kinder vom Schlittenbauer, den sie in ihrem Buch als Mörder haben, das ist doch alles zusammengelogenes Zeugs.
Antwort: o mei, ich dachte von den Kindern da lebt doch keiner mehr und ich habe den Mord doch nach dem zweiten Weltkrieg geschrieben und nehme doch nur in der Werbung den Namen Hinterkaifeck her. Wenn ich den Namen Hinterkaifeck streichen muss in der Werbung, dann kann ich doch kein Buch verkaufen.
Auf der Rückseite des Buches wurde bei der nächsten Ausgaben die Angaben geändert, aber im Buch steht alles wie es vorher war. „Es ist ja ein Roman".



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GEDANKEN VON ALOIS ZUM MORDVERDACHT GEGEN SEINEN VATER (II)


Meine Meinung: Der an Asthma erkrankte und magenkranke Schlittenbauer hatte weder die Kraft zu einer so schrecklichen Tat gehabt und er hätte auch keinen Nachteil oder Vorteil gehabt. Am Hof vom Schlittenbauer waren damals noch 8 Personen und alle wurden doch ausgefragt und das ihr Leben lang.
(Und sein Bub hätte doch den Hinterkaifeckerhof geerbt).

Ich meine, die ganze Hinterkaifeckergeschichte hat dem Schlittenbauer sein Nachbarn Sigl mit seinem Gerede in den Wirtshäusern hervorgebracht.
Wahrscheinlich wird die Wahrheit der Öffentlichkeit unter Verschluss gehalten und es wird so weiter gehen wie es immer war.
Und jetzt ist es halt der Kriminalhauptkommissar Konrad Müller der die Hinterkaifeckergeschichte nach seiner Erforschung weiter betreibt. Er sagt zwar nicht mehr der Schlittenbauer ist es gewesen wegen seiner Liebesgeschichte, die 3 Jahre zurück lag, mit der Viktoria Gabriel, sondern er erzählt vom Nachbarn und macht es so, wie im Projektabschlussbericht von 2004/2007 zum Thema Hinterkaifeck steht, wo der Grabstein vorn Schlittenbauer neben dem der Hinterkaifecker abgebildet ist: Moderne Datenschutzgesetze und auch ein gewisses Maß an moralischer und ethischer Verpflichtung gegenüber den Nachkommen verbieten eine konkrete Benennung des Hauptverdächtigen mit Namen durch die Projektgruppe.
Erstaunlich war über die Zeit der Projektarbeit nur eines zu beobachten. Nach kurzer Zeit der Einarbeitung in den Fall stand unabhängig von den einzelnen Mitgliedern der Gruppe schnell fest, wer der wahre Täter gewesen sein muss. Zu vieles spricht für ihn, fast nichts gegen ihn. Angefangen von Ermittlungspannen, beharrlicher Ausschluss als Hauptverdächtiger, nicht nachvollziehbare Handlungen des ermittelnden Staatsanwaltes und auch vorhandene Ortskenntnisse, um nur einige zu nennen.
Ob der Täter allein handelte oder noch einen Mittäter oder Gehilfen hatte, ändert nichts an der Ausführung der Tat und Person des Täters.
(steht Seite 168 und 173 in Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege in Bayern). Dann findet man die drei Fragezeichen wieder am Grabstein von unserem Vater Lorenz Schlittenbauer. ???. Auch hier hat Herr Kriminal- Haupt- Kommissar Konrad Müller mitgemischt.

Neu:

Herr N. hat bei meinem Neffen Lorenz Schlittenbauer angerufen und ihm seine Geschichte über Hinterkaifeck erzählt.
Im Januar 2011 hatte ich ein Telefongespräch mit einem Herrn N. aus Frankreich, dass mit dem mir zugestellten Blatt eher der Wahrheit über Hinterkaifeck entspricht. (Dieser Bericht müsste auch Herrn Müller seit 1997 bekannt sein.)

Angenommener Ablauf der Vorfälle auf Hinterkaifeck. (von Herrn W. Freising erhalten). Andreas Gruber sollte angeblich, nach Inkrafttreten des Versailler Vertrags, (1919) illegalerweise Kisten mit Flugzeugteilen eingelagert haben. Nach dem die Kisten in den Jahren 1920 und 1921 abtransportiert wurden, soll Andreas Gruber versucht haben seine Auftraggeber mit Papieren, darunter eine Anleitung zur Synchronisation der Maschinengewehre eines Flugzeuges des Typ „Fokker DIII“ zu erpressen, die er aus den eingelagerten Kisten genommen hatte. Da sich die Auftraggeber Grubers die Erpressung nicht gefallen lassen konnten wurde Oberleutnant Mehnert, dem durch eine Verwundung im 1.Weltkrieg die linke Hand fehlte, von seinem Vorgesetzten Rosner, beauftragt mit zwei Feldwebeln die Papiere auf Hinterkaifeck zu sichern. Es bestand übrigens kein Befehl die Bewohner zu töten. Mehnert und seine Leute wurden mit einem LKW in die Nähe von Hinterkaifeck gebracht und fuhren dann auf Fahrrädern weiter nach Hinterkaifeck. Mehnert. beauftragte die beiden Feldwebel in den Hof einzusickern und wenn am Hof nichts los wäre, die belastenden Papiere zu suchen und sicher zu stellen. Er selber blieb außerhalb des Hofes und stellte die Sicherung dar. Wie es heißt, kam der Zeitplan der Soldaten durch die Ankunft der neuen Magd durcheinander. Angeblich wurde einer der Beiden eingesickerten Soldaten in der Nacht vom 31.3. auf 1.4.1922 bei der Verrichtung seiner Notdurft im Stall von der Viktoria erwischt, was dann zu den schrecklichen Ereignissen führte. Laut N. spricht dafür auch das Abdecken der Leichen mit der Tür, da das Gepflogenheit bei den Soldaten des ersten Weltkriegs war, zum Abzusichern, dass sich gefallene feindliche Soldaten nicht nur tot stellten. Nach den Morden wurden die Papiere gesucht und sicher gestellt. Einige der Papiere wurde verbrannt und wahrscheinlich auch blutige Kleidung. Die beiden Soldaten informierten Oberleutnant Mehnert sofort von den tödlichen Vorfällen. Die Soldaten, die am Dienstag den 4.4. abrücken wollten, wurden sie vom Monteur Alfred Hofner gestört. Die Soldaten setzten sich dann mit ihren Fahrrädern die in der Nähe im Wald versteckt waren, in Richtung Augsburg ab, In Taiting soll Oberleutnant Mehnert dann einen Streit der beiden Feldwebel, um die Verteilung des von den beiden gestohlenen Geldes mitbekommen haben, worauf er dann die Beiden mit seiner Pistole erschossen haben soll. Irgendwo im weiteren Verlauf seiner Absetzung, vermutlich in Augsburg, soll Mehnert dann mit seiner Dienststelle telefoniert haben und die Sache mit den toten Soldaten mitgeteilt haben, worauf diese dann ein Aufräumkommando schickte, das die beiden Toten in einem Feldstadel in Taiting begrub. Bei dem Telefonat soll Mehnert Verschiedenes erfahren haben, was das Vertrauen in seine Vorgesetzten erschütterte, worauf er sich zur Flucht nach Frankreich entschloss. Herr N. soll im Besitz des Schriftstücks des Herrn Oberleutnant Mehnert sein. Als N. 1997 mit den Pferden einer französischen, berittenen Abteilung des Forstamtes, in Bayern wegen Sturmschäden eingesetzt war, überprüfte er zum Teil die Aufzeichnungen des Mehnerts, angeblich war N. mit seinen Leuten in Taiting und haben mit Bodensonden im benannten Stadel die Leichen der Soldaten gesucht.
Bei meinem Telefongespräch sagte Herr N.: Ich habe 1996, auch mit Herrn Leuschner, mit Herrn Müller und auch mit einem Herrn der Bildzeitung gesprochen über diesen Fall. Aber wahrscheinlich ohne einen Erfolg. Und natürlich auch von den Belästigungen die heutzutage angedichtet werden.
Ich habe von Herrn N. 2011 einen kurzen Brief bekommen darin beschreibt er: Die Problematik die ich a11erdings auch ausgesprochen habe ist, dass auch Oberleutnant Mehnert Nachfahren hat, die heute noch leben. Was Rufmord und üble Nachrede sind haben Sie Herr Schlittenbauer und Ihre Familie ja zur genüge erlebt. Auch leben wir heute in einer Zeit, die nicht nur gottlos ist, sondern auch eine Gesellschaft hervorgebracht hat, die auf Traditionen und Respektierung des Lebenswerkes der vorigen Generationen keine Rücksicht nimmt.
Auch Oberleutnant Mehnert ist nach Auffassung von meinen Kameraden, der ehemaligen berittenen französischen Forstpolizei und mir kein Verbrecher, sondern hat mit der Durchführung der Kommandoaktion Schaden von Bayern und dem Deutschen Reich abgewendet Kaum vorzustellen, wenn die Ententekommission das Waffenlager bzw. die Flugzeugteile auf Hinterkaifeck entdeckt hätte, oder nur die Existenz der Schleusung dieses Militärgerätes ruchbar geworden wäre.
Im Fall der sieben Jahre alten Cäcilia Gabriel hat sich die Abdeckung der Leichen bewährt, sie starb als Allerletzte und wurde in der Küche, die zur Haustüre führte, mit einem Bandeisen erschlagen.
(Im ersten Polizeibericht aus München vom 6.4.1922 steht: Von dem zuletzt erwähnten Vorplatz aus gelangten wir in die Küche. Dort waren auf dem Steinpflaster einzelne Blutflecken sichtbar).
Das Grab des Karl Gabriel haben wir damals im Jahre 1998 auch gefunden.

Die Schilderung der Tötung der Familie Gruber/Gabriel ist mit Sicherheit nichts für schwache Nerven. Oberleutnant Mehnert beschreibt auch die Abdeckung der Leichen und begründet es mit der Eigensicherung. Denn ein gefallener Gegner abzudecken machte Sinn. Bei den Lichtverhältnissen im Stall war es dringend geboten, denn falls ein Bewohner überlebt hätte, es wäre nicht auszudenken.
Bei der aufgefundenen Waffe, die vom Kdo. mitgenommen und in der Paar entsorgt wurde handelte es sich um einen Karabiner K 88. Ihr Vater hat allerdings genauso wenig mit der Ermordung der Fam. Gruber/Gabriel zu tun, wie die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik-Deutschland.
Mit freundlichen Grüßen N..
(Einen Beweis über diesen Bericht hat bis jetzt Herr N. nicht erbracht).

Notizen: Am l3.l1.1923 war die Währungsreform

Angenommene Zusammenfassung; 2012. (neu)
Fr. 17.03.1922: Im Beichtstuhl 700.- Goldmark.(Frage: Warum das Geld in den Beichtstuhl und nicht in den von N. erwähnten Dritten Opferstock?)(Ausstieg aus dem Vertrag???)
So. 26.03.: Viktoria hatte Streit mit einem fremden Mann nach der Messe, den kein Mensch kannte.
Es wurden zwei luckiartige Männer in der Umgebung gesehen. (Die Hinterkaifecker wurden überwacht von der Schrobenhausener Polizei).
Mo 28.03.: Der Postbote wurde nach einem Brief gefragt. (der Brief kam auch später nicht an)
Die Zeitung kam am Montag, Mittwoch und Freitag.
Es wurden wieder Männer gesehen in der näheren Umgebung.
Mi. 29.03.: Der Briefträger wird nach einem Brief gefragt.
Do. 30.03.: Die Frau Gruber wird am Abend im Wald gesucht und gefunden. (wegen Streit mit seiner Frau)
Am Abend sollen zwei 2 Soldaten über Stadel und Motorraum eingesickert, und einer hat im Wald die Absicherung durch Lichtzeichen getätigt. (N.)
Es wurden in der Früh zwei Spuren und ein Einbruch am Motorenhaus entdeckt
und der Hausschlüssel geht ab.
(Erzählung an Schlittenbauer und seiner Tochter Maria und an Stegmeier)
Fr. 31.03.: Das Kind Cäcilie ist in der Schule eingeschlafen.(wegen der Suche der Frau Gruber)
Der Postbote wurde wieder nach einem Brief gefragt und nach einer Münchner
Zeitung, die Gruber bei der Suche am Waldrand gefunden hat. Gruber und Viktoria waren beim Einkauf in Schrobenhausen. (Erzählung von Unruhe in den Geschäften in der vergangenen Nacht.)
Am Abend kommt die Magd. Die Mordnacht.
Sa. 01.04.: Die beiden Kaffeevertreter.
Die Tochter Cäzilie war nicht in der Schule.
Der Michael Plöckl sieht am Tag leichten Rauch am Backofen und am Abend Lichtblitze.
So. 02.04.: Niemand war in der Kirche.
Mo. 03.04.: Außerordentliche Stille. (Pöll) Die Zeitung vom Freitag steckte noch am Fenster.
Di. 04.04.: Die Soldaten hatten vom Hausinneren alles versperrt und rückten nach dem Verlassen des Monteurs, am Nachmittag über dem Motorenhaus wieder ab, von wo sie auch eingebrochen sind. (N.)
Der Monteur war von 9 bis 14.30 Uhr am Hof. Gegen 17 Uhr war die Entdeckung der Leichen.
Die Polizei kommt gegen 18 Uhr von Hohenwart, und gegen 22 Uhr von Schrobenhausen und Neuburg, von da an wurde erst das Haus von den Menschen geräumt. (Die Schrobenhausener Polizei soll von der Sicherstellung der Papiere in Hinterkaifeck gewusst haben). (Sie kamen erst um 22 Uhr) (N.)
(Warum kommt die Polizei von Schrobenhausen so spät. Wussten sie, dass in Hinterkaifeck was schief gelaufen ist?)
Die Stalltüre zur Fütterkammer lag am Boden, und die Leute sind darüber gestiegen, Josef Tyroller hat die Tür an die Seite gelehnt, aber nicht eingehängt.

(von seiner Schwester)
Die beiden Mörder wurden in Taiting von Oberleutnant Mehnert erschossen.
Mi. 05.04.: War die Durchsuchung des Hofes durch die Polizei von München, und Neuburg.
Do. 06.04.: Bei der Sezierung der Leichen wurde ihnen die Köpfe abgetrennt.
Der Schlittenbauer und andere von Gröbern waren dabei als Wachmänner.
Am 6./7. 4.: Floh Oberleutnant Mehnert nach Elsass.

Von Johann Schlittenbauer:
Am 5.4.: Als die Polizei von Hohenwart mit dem Bürgermeister kam, gegen 18 Uhr, kamen viele Leute ins Anwesen hinein, mein Vater stand am Stadeltor mit einer Gabel in der Hand und der Pöll und Sigl an der Haustür und haben keine Leute mehr hineingelassen. Mein Vater wollte noch auf die Schrobenhausener Polizei warten aber die Polizei von Hohenwart sagten zu meinem Vater. Jetzt sind wir da und er soll zur Seite gehen. (Sohn Johann)
Mi. 05.04.: Kamen die Münchner Kriminaler. Die ersten Vernehmungen. Die Kriminaler aus München, sie waren nur einmal am Ort. Zwei Schlafstellen im Heu, zwei verschobene Dachziegel, verschiedene Verletzungen, mit Bandeisen und Reuthaue. Das Bandeisen und die Reuthaue, sie wurden erst beim Abriss des Hofes entdeckt.
Die ausgehebelte Stalltüre lag in der Futterkammer am Boden, die Leute sind darüber gegangen. Diese Türe hat Josef Tyroller am die Wand gelehnt, aber nicht eingehängt. (von seiner Schwester)

Beim Sigl seiner Vernehmung 1952.
Die Buben vom Schlittenbauer haben gesagt: Der Vater schlief die vier Tage am Heuboden wegen Heudiebstall. (Frage: Wie viel Heu kann man den stehlen, dass es der Hofhund nicht merkt? Und ein an Asthma erkrankter Schlittenbauer wird kaum im Heu schlafen.)
In den Vorträgen vom KHK. Müller ist immer die Rede: Wer hat die Tiere die vier Tage gefüttert? Ein Terrorist füttert die Tiere nicht, dass kann nur ein Nachbar gewesen sein. Wo war denn der Nachbar, hatte er dreckige Kleidung, Schuhe usw., bei 8 Personen in seinem Hof, sie sind doch alle befragt worden. Das alles wäre doch aufgefallen.

Nach meiner Meinung war das ein nicht gewollter militärischer Mord, der von der damaligen Regierung verschwiegen worden ist. Der Perter, unser Vater musste froh sein, dass er von den Machenschaften vom Gruber mit dem Militär nichts wusste.

Die Blütezeit der politischen Morde
Historischer Hintergrund. Dieter Distl glaubt an einen Fememord. Geheimes Waffenlager?
Der Germanist und Politikwissenschaftler Dr.Dieter Distl, Neuburgs scheidender Kulturamtsleiter, stammt aus Schrobenhausen, lebt im Donaumoos und kennt die Erzählungen über den Sechsfachmord von Kindheit an. Er sieht die Tat vor dem Hintergrund des politischen Rechtsradikalismus in Deutschland zwischen 1919 und 1923.
Die Morde in der Nacht zum 1.April 1922 ereignen sich in der Blütezeit der politischen Morde in Deutschland von 1919 bis 1923. Das Ende des Ersten Weltkriegs im November 1918 war gleichzeitig auch das Ende aller Monarchien Deutschlands.
Revolutionen von der Linken stachelten die verroht durch den jahrelangen Krieg ins Reich zurückströmenden Soldaten gegen ein neues politisches System auf, deren Vertreter diese Kreise mit der Dolchstoßlüge jede Legitimation absprachen.
Als dann auch noch die Entente-Mächte mit dem Versailler-Vertrag Deutschland wirtschaftlich und militärisch aufs Äußerste schwächen wollten, war dies Wasser auf die Mühlen der ehemaligen Frontsoldaten, die sich nunmehr in Freikorpstruppen zusammenschloßen mit dem Hauptziel einer Rechtsdiktatur in Deutschland. Diese und ähnliche Organisationen wurden geschaffen mit ausdrücklicher und stillschweigender Duldung der Behörden, um die Entwaffnungsgesetze, die auch im Versailler Vertrag festgeschrieben waren, zu verletzen.


So entstanden in Klöstern. Schlössern und abgelegenen Bauernhöfen große Waffenlager, die bei Gefahr des Verrats geborgen und anschließend wieder verräumt werden mussten. Mit Hilfe von sogenannten Fememorden griffen die inzwischen entstandenen Mordorganisationen auf mittelalterliche Rechtstrukturen zurück. Mord als äußerstes Mittel sollte auf Verräter abschreckend wirken. Der Bayrische Landtag setzte 1920 einen Untersuchungsausschuss ein, der feststellen wollte, ob sich Organisationen zur gewaltsamen Beseitigung von Menschen gebildet haben. Der Abgeordnete Gareis, der sich dieser Angelegenheit besonders widmete, wurde 1921 auf offener Straße ermordet. Der mutmaßliche Täter wurde ohne Gerichtsverfahren aus der Untersuchungshaft entlassen.
Eine Tat aus Eifersucht halte ich für völlig abwegig.
Wie so oft wurden die Taten nicht bestraft, die sich drei Gruppen zuordnen lassen:
Willkürliche Tötungen in bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen, Anschläge auf Politiker und die Beseitigung von lnformanten oder Mitwissern geheimer Waffenlager. In der letztgenannten Gruppe gehören meines Erachtens die Morde von Hinterkaifeck. Zuerst möchte ich jedoch knapp erklären, warum ich andere Mordmotive ausschließe: Mord aus Habgier kann es nicht gewesen sein, wenn erhebliche Mengen Bargeld am Tatort sichergestellt werden konnten. Mord aus Eifersucht, die beliebteste Hypothese, die immer wieder den Ortssprecher Schlittenbauer diskreditierte, halte ich halte für völlig abwegig, wenn man die damaligen Lebensumstände näher beleuchtet. Er hatte 1918 nach dem Tod seiner ersten Frau ein kurzes Verhältnis mit der Frau Gabriel. Er hat 1921 eine 18 Jahre, sehr junge Frau mit einem 8jährigen Sohn geheiratet. Und war gut situiert. Warum sollte er also wegen der 8 Jahre älteren Frau Gabriel in Eifersuchtswahn verfallen sein? Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Mörder, der aus Eifersucht oder Habgier gehandelt hat, mehrere Tage am Tatort verweilt, das Vieh füttert und tränkt und auch noch die Kühe melkt. Fuhrwerksspuren führten vom Hof weg. Welcher Mörder braucht ein Fuhrwerk? Der Eifersüchtige, der Habgierige? Doch eher der, der etwas zum Transportieren hat, das mindestens so schwer ist, das man es nicht tragen kann.
Ein Vorsitzender einer deutschvölkischen Organisation in Ostfriesland erhält Anfang März 1922 aus München die schriftliche Aufforderung, zwei junge tatenfrohe Männer zu suchen, die bereit seien, für ihr Vaterland alles zu tun. Die angeworbenen Täter erhalten zunächst 25000 Mark Handgeld und noch einmal einen erheblich höheren Betrag nach vollbrachter Tat. Über dies wird ihnen danach noch eine Anstellung im bayrischen Staatsdienst zugesichert. Dies zeigt das politische Klima und den ungeheueren Einfluss dieser Mordorganisation in Bayern zu dieser Zeit.
An den Tatort Hinterkaifeck werden zuallererst nicht die zuständigen Ermittler aus Ingolstadt oder Augsburg entsandt, sondern der Spezialist für Fememorde in München, Reingruber. Zugegeben, Reingruber war ein integrer Kriminalbeamter. Nicht aber andere in den Polizeiorganisationen. Der Münchner Polizeipräsident Pöhner beispielsweise duldete, ja befürwortete den rechtsradikalen Mob. All das war bekannt und wurde umso offensichtlicher, als sich Pöhner als Gefolgsmann Hitlers am 9. November 1923 am Hitlerputsch in München beteiligt hatte.
Es gab ein verdächtiges Brüderpaar für die Morde von Hinterkaifeck, gegen das auch noch nach dem Zweitem Weltkrieg ermittelt wurde, auf das alles zutrifft, was nötig war um in dieser Zeit einen sechsfachen Mord zu begehen. Es bleiben viele Fragen offen. Die These vom Fememord halte ich für die plausibelste. Sie aber schlicht als die allein gültige hinzustellen, das wage auch ich nicht angesichts der problematischen Ermittlungsergebnisse. Doch stellen sich neue Fragen, deren Beantwortung möglicherweise aber den gleichen Schluss zulassen. (April 2012)


Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern, Seite 173 Juni 2007
Mit Beihilfe von KHK Konrad Müller Wettstetten.

Der Mordfall von Hinterkaifeck wird auf lange Zeit ein ungelöster Teil der Kriminalgeschichte, nicht nur in Bayern, bleiben. Je mehr Zeit vergeht, je öfter der Fall immer wieder von verschiedenen Seiten aufgerollt wird, desto mehr wird er sich zum Mysterium, zur Legende und zum unauslöschbaren Teil bayerischer Kultur- und Kriminalgeschichte machen.

Besonders beeindruckend ist hier, dass noch lebende Zeitzeugen, es sei hier nur Frau Leni Pöll genannt, offenbar noch immer Angst vor den Nachkommen des Täters haben.
Das Thema Hinterkaifeck wird in den Nachbarorten Waidhofen und Gröbern beharrlich nach außen ignoriert und geblockt und doch untereinander heiß diskutiert. Wer kann noch solche Macht auf eine große Zahl Menschen ausüben? Mit Sicherheit nicht nur die Nachkommen des Täters, sondern auch das örtliche Gefüge und die Belastung, die Gedanken der Einwohner, die immer mit der Tat befasst sein werden. Die Tat bleibt ein die Generationen überschreitendes Erbe. (Frau Pöll ist 1918 geboren und kam 1942 nach Gröbern)

Wer war so abgebrüht und eiskalt, dass er über Jahrzehnte die Tat geheim halten konnte und damit lebte? Welche Familie musste mit dieser Last leben und das Wissen doch weitergegeben haben? Wer konnte sich zu so einer, von starken Emotionen geleiteten Tat hinreißen lassen? Wer?

(diese drei Fragezeichen findet man an der Abbildung vom Grabstein Schlittenbauer wieder).
Die Frau Pöll hat man befragt. Die Schlittenbauers wurden nicht befragt, weil Herr Müller der Projektgruppe davon abgeraten hat, weil wir so böse Leute sind. (von Frau Forderberg-Zankl).
(Frau Leni Pöll, geboren 1918, war die zweite Frau von unserem Nachbar Michael Pöll, sie haben im Zweiten Weltkrieg 1942 geheiratet und keine Zeitzeugin von Hinterkaifeck, sie war mit ihrer Nachbarin Sophie Fuchs sehr gut befreundet. Im Hof vom Schlittenbauer wurde im September 1949 ein Raubüberfall mit schwerer Körperverletzung verübt, 4 Geschwister im Alter von 17 bis 26 Jahren wurden zum Teil schwer verletzt. Als ich mit 17 Jahren nach 6 Wochen aus dem Krankenhaus Entlassen wurde, wurde ich von der Frau Leni Pöll ausgefragt nach den Verletzungen. Am Ende sagte sie zu mir, da hätte sich bestimmt Hinterkaifeck rächen sollen).
Moderne Datenschutzgesetze und auch ein gewisses Maß an moralischer und ethischer Verpflichtung gegenüber den Nachkommen verbieten eine konkrete Benennung des Hauptverdächtigten mit Namen durch die Projektgruppe.
Erstaunlich war über die Zeit nur eines zu beobachten. Nach kurzer Zeit der Einarbeitung in den Fall stand unabhängig von den einzelnen Mitgliedern der Gruppe schnell fest, wer der Täter gewesen sein muss. Zu vieles spricht für ihn, fast nichts gegen ihn. Angefangen von Ermittlungspannen, beharrlicher Ausschluss als Hauptverdächtiger, nicht nachvollziehbarer Handlungen des ermittelnden Staatsanwalt und auch vorhandene Ortskenntnisse, um nur einige zu nennen.
Ob der Täter alleine handelte oder noch einen Mittäter oder Gehilfen hatte, ändert nichts an der Ausführung der Tat und der Person des Täters. (Seite 173 Fürstenfeldbruck 2007.)
Und somit können wieder alle siebengescheiten Herren und Damen sich rühmen, dass sie einen Erfolg haben. (Nach Aneser!).
Frage: Neben dem Grabstein von Hinterkaifeck ist auch der Grabstein vom Schlittenbauer abgebildet. Was hat der Grabstein vom Schlittenbauer im Zusammenhang mit Hinterkaifeck zu tun!

( Ich bin der Meinung: der Sigl, der KHK. Müller, die Freundinnen Frau Pöll und Frau Fuchs und der Studienjahrgang sind sich sicher einer Meinung?)

Ich habe beide geschnitzt, meinen Vater mit Hund und Querflöte und den Konrad Müller, wie er auf seinen Akten sitzt mit seinem selbst nachgebauten Stil der Reuthaue.
Figuren vorhanden. Alois Schlittenbauer Ebenhausen, Dez. 2012.
Auf Anfrage an Frau Forderberg-Zankl kam am 20. April 2013 eine Zusammenkunft bei meiner Schwester Regina Weichselbaumer in Schenkenau zustande. Anwesend waren:
Frau Forderberg-Zankl und E. E., der sich mit der Hinterkaifeckergeschichte befasste. Meine Schwester Regina Weichselbaumer, mein Neffe Lorenz Schlittenbauer jun., meine Frau und ich.


Dabei haben wir erfahren, dass Herr KHK. Müller den 14 Leuten von der Projektgruppe der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern , von der Befragung der Familie Schlittenbauer immer abgeraten hat, weil wir so böse Menschen sind.
Wir haben einen Bericht bei dem Besuch bei meiner Schwester in Schenkenau, von Frau Forderberg-Zankl und E. E. bekommen.
Polizei Ramers-Militär Rosner
Auftrag: Beobachtung und Beschaffung der Unterlagen. Vorkommando Vom 27.3. Bewachung des Hauses und der Bewohner.
Kommando ab 26.3. Sicherung der Unterlagen durch Oberleutnant Mehnert und seine 2 Personen.

Die Initiatoren des Unternehmens:
Als Vorgesetzte werden die Namen "Ramers" und „Rosner" genannt. (keine Vomamen)
Sie stehen für zwei Behörden, die eng miteinander zusammenarbeiten nicht erst seit den Fememorden. Dabei kommt Ramers aus den zivilen Reihen der Landespolizeidirektion (Polizei / Staatsanwaltschaft) und Rosner ist Oberst = Oberstleutnant beim Militär. (militärischer Staatsschutz). Rosner wird als nicht blutrünstig beschrieben, hat militärischen Hintergrund. Er pflegte ein freundschaftliches, respektvolles Verhältnis zum Oberleutnant. Er scheint zw. 30/ Anfangs 40 Jahren zu sein. (Anm.:ist nur eine Schätzung).
Die Aufgabenteilung: Rosner ist für die Vorbereitung und Durchführung verantwortlich, Ramers bietet ziVile Schützenhilfe, schickt u.a. das Vorkommando nach Hinterkaifeck.

Der Oberleutnant:
E.F. Mehnert (Initialen werden in den Unterlagen genannt).(Anm.:Passt auf ,,unseren" Ernst Friedrich Mehnert.) Linker Unterarm im Krieg vewundet in der Schlacht an der Samme. Anm.: Passt definitiv auf „unseren" Ernst Friedrich Mehnert.) Wundbrand wegen Granatsplitterverletzung, der nicht in den Griff zu bekommen war. Deshalb musste der Unterarm stückchenweise amputiert werden. (dauerte eventuell Jahre).
Seine Frau war Hilfskrankenschwester während des Krieges. Sie lernten sich im Lazarett kennen. Sein Schwiegervater war Metzger im Elsass. Sulfonamid als wirksames, rares und teures Medikament gegen Wundbrand war Oberleutnant nicht zugänglich. Deshalb tauschte sein zukünftiger Schwiegervater kurzerhand einen Ochsen gegen ein auf dem Zivilmarkt erhältliches Medikament gegen Wundbrand ein, über das sich der Oberleutnant in seinen Memoiren nicht weiter auslässt und rettet so dessen Leben. Mehnert war mit ca. 30 Jahren im Krieg Oberstleutnant. (Anm.:Auf meine Frage, ob das nicht reichlich früh war„ sagte N., das hätte daran gelegen„ dass die Verluste die Armee zwangen„ Posten schnell nachzubesetzen während des Krieges, und dass jeder der einigermaßen geeignet war, einen solchen Posten ergattern konnte).


Der Anlass
Gruber erpresst seine Kontaktmänner, weil er Geld haben möchte (Anm.: Nur zur Erläuterung, darüber steht nichts in den Unterlagen laut N.).Es ergeht eine Meldung an den militärischen Sicherheitsdienst, die Rosner erreicht, dieser kontaktiert Ramers, der ein Vorkommando vor Ort einsetzt, um die Familie zu beobachten und eventuell Schritte seitens Gruber zu erkennen bzw. zu verhindern.

Das Vorkommando
Schon einige Zeitlang vor dem Mord wurde Hinterkaifeck von einem Vorkommando beobachtet, das aus Polizisten aus Schrobenhausen und Umgebung bestand (in Zivil ???). Sie sollten die Hinterkaifecker beobachten und ihre Gewohnheiten studieren mit dem Ziel, eine Möglichkeit zu finden, ins Haus zu gelangen zu können. Das ist nicht möglich, weil zumindest die alte Frau Gruber mit ihrem Enkel das Haus nicht verlässt.

Das Kommando
Am 26.3. werden der Oberleutnant und seine beiden Männer in München über ihren Auftrag informiert. Sie sollen militärische Unterlagen auf Hinterkaifeck sicberstellen, wenn möglich vernichten, ausgenommen eines Beweises. Sollte etwas schief gehen, dann war als Absatzrichtung Augsburg mit der dortigen Kaserne bzw. der Reichswehr als Anlaufstelle angegeben, weil dies näher zu Hinterkaifeck lag als München, und weil man wohl keine Spuren nach München legen wollte.
Im Falle eines Erfolges war nach der Rückkehr nach München eine sehr hohe Bezahlung in Aussicht gestellt.

Anreise des Kommandos
Alle 3 Mitglieder des Kommandos bestiegen samt Fahrrädern den Zug. Sie übernachteten in der Nacht zum 27. in Aichach (Wirt oder Bedienung hieß Resi, schwarzhaarig).

Übergabe vor Ort
In Schrobenhausen fand am 27.3. eine Einweisung des Kommandos statt. Mindestens ein lokaler Gendarm gab die bekannten Informationen über den Hof und die Bewohner weiter und sagte schon, dass der Hof nie menschenleer sei und ein Eindringen schwierig.

Eindringen in den Hof
Nachdem der Hof tagsüber nie komplett verlassen wurde, erfolgte in der Nacht vom 28./29. 3. das Einsickern von Oberleutnants Männern ins Gebäude. Kontakt mit ihrem Vorgesetzten hielten sie über Leuchtsignale mittels Grablichtern.

Abbruch der Aktion
Als nach Tagen der Bewachung sowohl von außen als auch vom Innern selbst klar ist, dass, ohne entdeckt zu werden, keine Sicherung der Unterlagen möglich ist, entschließt sich Oberleutnant am Abend des 31.3. die Aktion abzubrechen. Dies signalisierte er an seine Leute im Hof. Diese sind "not amused,"(zornig), ist damit doch der Traum vom großen Geld geplatzt.

Die Tat
Einer der Beiden beschliesst, vollendete Tatsachen zu schaffen und den Auftrag um jeden Preis zu erfüllen, was einer Befehlsverweigerung gleich kommt (Anm..:Von der "Notdurft-erwischt-worden­ Geschichte"ist nichts mehr zu hören) Er tötete die Viktoria, als er im Stadel auf sie trifft. Danach ergeben sich die anderen Morde.

Planänderung
Oberleutnant wartete darauf dass seine Männer rauskommen. Er kann nicht sehen oder hören, was im Hof vor sich geht. Und als er schließlich ebenfalls per Lichtsignal ins Innere gerufen wird, entsicherte er seine Waffe. Es könnte ja sein, dass seine Männer erwischt wurden und es eine Falle ist. Im Haus muss er feststellen, dass der schlimmste Fall eingetreten ist und er sich nun mit sechs Leichen konfrontiert sieht. Oberleutnant gibt den Befehl, die Leichen abzudecken und Unterlagen zu suchen.

4 Tage Suche nach den Unterlagen
Die Suche bleibt lange erfolglos. Dann erst werden unter den Brettern von Viktorias Schlafzimmer alle Dokumente gefunden. Anschließend erfolgt das Verbrennen der Unterlagen bis auf eine Synchronisationsanweisung für Maschinengewehre, die als Beweis gegenüber dem Auftraggeber erhalten bleibt. Während der Suche wird die Umgebung des Hofes ständig beobachtet, auch die Besucher und Passanten. Während der Zeit werden die Tiere und der Stall insoweit versorgt, dass es den Anschein der Normalität erweckt.

Flucht
Erst nach Hofers Weggang von Hinterkaifeck verlassen auch die drei Kommandomitglieder den Hof. Sie fahren mit im Wald versteckten Fahrräder wie besprochen in Richtung Augsburg. In Taiting legen sie nach ca. 2 1/2 h Fahrt Rast in einem offenen Stall/ Scheune ein. Der VizeWachtmeister zeigt Geld und sagt über die Hinterkaifecker ,,das waren reiche Leute". Sofort entbrennt zwischen dem Unteroffizier und dem Vizewachmeister ein Streit um die Beute, woraufhin Oberleutnant beide erschießt.
Oberleutnant setzt sich in Richtung Augsburg ab (Anm.: Ob er die komplette Strecke mit dem Rad oder schon vorher den Zug nahm ist nicht bekannt, die Fahrstrecke Taiting -Augsburg schätzt N. auf 1 1/2 Stunden. Oberleutnant meldete spätestens in Augsburg fernmündlich den Mord an seinen Auftragsgeber Rosner. Rosner erstattet an Ramers Bericht, der Reingruber "einnordet". Ein Kommando der Augsburger Reichswehrkaserne wird mit der Beseitigung der Leichen der getöteten Kommandomitglieder beauftragt.
Rosner empfiehlt Oberleutnant, sich ins Ausland abzusetzen. Dieser hatte ein nach dem Krieg das Militärlager bei Mertzwiller geleitet, war mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut und seine Verlobte lebte im Elsass. Deshalb entschied er sich für Frankreich als Ziel. Er hatte seine Entlassungspapiere sowie einen Dienstausweis bei sich, wahrscheinlich auch die Beute. Weil er mal Augenzeuge eines Schiffsunglückes bei Iffezheim war (Munitionsschiff lief auf Grund), wusste er, dass der Rhein dort maximal 2 m tief und die drei dortigen Rheinarme nicht sehr breit waren. Dies war sein Ziel für den Grenzübertritt. Dazu fuhr er von Augsburg aus mit dem Zug um 19 Uhr nach Ulm und übernachtete in einer Pension. Von dort ging es weiter nach Freudenstadt, was ca. 8 Stunden gedauert haben dürfte. In Freiburg fragte er sich durch, wo er ein gutes Kavalleriepferd bekäme. Er wurde nach Rot im Murgtal geschickt und erstand dort ein Pferd namens "Petrus"(Anm:. C. hat unabhängig von diesem Ort nach einem geeigneten und l922 schon existierenden Betrieb gesucht und stieß auf den Danielhof, der von Rot nur ca. l Km entfernt ist; Kontakt besteht. N. bestätigt, dass dieser Name Danielhof ausdrücklich in den Unterlagen auftaucht). Die Kaufquittung des Pferdes liegt vor.
Um nach Iffezheim zu kommen, nahm Mehnert einen Umweg von ca 80 Km in Kauf. Originalzitat N.: Er wurde in der Abenddämmerung von 3 Landstreichern angehalten, die sich an ihm gütlich halten wollten. Er hat zwar keinen von ihnen erschossen, sich aber mit der Waffe gewehrt". Vor dem eigentlichen Grenzübertritt fand nochmals ein Telefonat zwischen Oberleutnant und Rosner statt.
Dieser gab Oberleutnant Entwarnung, dass Alles erledigt sei und wünschte ihm Glück. Der eigentliche Grenzübertritt fand am 6./7.4.1922 um Mitternacht statt, weil Oberleutnant eine Lücke der Grenzmannschaften ausnutzte, die sich durch den Wachwechsel ergab.

Ende.

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