Theorien: Raubmord

Aus Das Hinterkaifeck-Wiki

Version vom 27. Juli 2019, 23:17 Uhr von Ajnat (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

1 Die Tat von Hinterkaifeck - ein Raubmord?

Gleich zu Beginn der Ermittlungen wurde ein Raubmord in Betracht gezogen. Das erklärt vielleicht, warum manche Ermittlungsschritte nicht zeitnah eingeleitet wurden.

1.1 Die finanzielle Situation der Familie Gruber-Gabriel

(Seite im Aufbau)

1.1.1 Allgemein

Die Familie wird in fast allen Quellen als vermögen oder wohlhabend beschrieben. Tatsächlich sprechen die nach der Tat aufgefundenen Werte sowie die nach dem harten Winter noch reichlichen Vorräte dafür, dass die Hinterkaifecker die Vorteile, die das Bauerndasein während und nach dem Ersten Weltkrieg bot, zu nutzen verstand.
Sie waren im Besitz von:

1.1.1.1 Münzgeld
1.1.1.2 Papiergeld
1.1.1.3 Wertpapiere etc.
  • Pfandbriefe
  • Kriegsanleihen
  • Lotteriescheine
1.1.1.4 Sparbücher
1.1.1.5 Gebäude
1.1.1.6 Ländereien
  • Ackerland
  • Lehmgrube
  • Weideland
  • schlagbarer Wald
1.1.1.7 Vorräte/ Saatgut
1.1.1.8 Sonstige Besitztümer
  • Maschinen
  • Baumaterial

1.2 Leichte Beute für Räuber

Aus mehreren Aspekten heraus, war die Familie Gruber-Gabriel ein mögliches Ziel für Räuber:

1.2.1 Lage des Hofes

Das Anwesen lag einige hundert Meter vom nächsten Nachbarn entfernt. Es lag nahe einer Wegkreuzung, die Wege aus allen 4 Himmelsrichtungen verknüpfte. Zu drei Seiten hin war der Hof nur von Wiesen und anschliessendem Wald umgeben, zum Dorf hin zeigte die Scheune. Das heißt, der gesamte Wohntrakt war vom Dorf her nicht einsehbar.

1.2.2 Keine große Gegenwehr

Früher war eine große Anzahl an Hofbewohnern die Regel. Das Austragsehepaar mit ein oder mehreren Kindern, mit vielen Enkelkindern und einer kleinen oder größeren Anzahl an Gesinde - da konnten auch für kleinere Höfe 10 Bewohner und mehr zusammenkommen.
Hinterkaifeck bildete da eine Ausnahme. Außer den zwei schon alten Austräglern gab es nur noch die alleinstehende Bäuerin mit ihren 2 Kindern. Da nach 1914 kein Ehemann mehr und zum Zeitpunkt der Tat kein Knecht auf dem Hof war, hätten potentielle Räuber mit keiner großen Gegenwehr rechnen müssen. Lediglich hätte es sein können, dass Andreas Gruber eine Waffe gehabt hätte.

1.2.3 Mögliche Beute

Die nach der Tat gefundenen Wertgegenstände geben einen Einblick, was für Räuber lohnendes und mitnehmbares Diebesgut gewesen sein könnte. Geld, Schmuck und Wertpapiere hätten jedem Räuber genau die Beute geboten, die er gesucht hätte.

1.3 Zahlreiche Verbrechen in zeitl. und räuml. Nähe

In der zeitnahen Presse ist häufig die Rede von Raubmorden und die Journalisten raten dringend, kein Geld zuhause aufzubewahren und so kein Ziel eines Überfalles zu bieten.

2 Pro (inkl. Bewertung)

3 Kontra (inkl. Bewertung)

  • Nach der Tat wurde ein kleines Vermögen in Goldmünzen und an Wertgegenständen gefunden. Konnten der/die Täter dies übersehen haben?

4 Quellen

(wird noch ergänzt)