Zeitungsartikel: 1922-04-06 Münchner Neueste Nachrichten

Aus Das Hinterkaifeck-Wiki

Version vom 7. Mai 2022, 21:44 Uhr von Jaska (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zeitungen.jpg

Der sechsfache Mord in der Einöde Hinterkaifeck ist noch nicht aufgeklärt

1 Detailinformationen

1.1 Datum

06. April 1922

1.2 Ort

München

1.3 Art des Dokumentes

Zeitungsartikel

1.4 Verfasser

unbekannt

1.5 Verfasst für

Münchner Neueste Nachrichten

2 Inhalt

Der sechsfache Mord in der Einöde Hinterkaifeck ist noch nicht aufgeklärt.
Am Donnertsag und Freitag wurde im Unglückshof die gerichtsärztliche Sektion der sechs Leichen vorgenommen. Man rechnet mit der Möglichkeit, daß die Mörder von Hinterkaifeck dieselben Burschen sind, die am 1. April, also am Tage nach dem Morde, in Hagau bei Ingolstadt den bereits gemeldeten Raubüberfall im Anwesen des Gütlers Kögl und am 4. April abends einen weiteren Raubüberfall in einem Bauernanwesen in der Gegend von Edelshausen A.-G. Schrobenhausen, verübt haben. Während die Kommission der Münchner Polizeidirektion im Einödhof weilte, kam die Meldung, daß zwei Burschen, 18 bis 20 Jahre alt, der eine mit einer Maske vor dem Gesicht, am Abend zuvor in dem Bauernhof eingedrungen waren, den Bauern ziemlich schwer verletzt und einen größeren Geldbetrag erbeutet hatten. Sofort wurde der Münchner Polizeihund vom Tatort in Wangen auf den Bauernhof geschickt, um die Spur der Täter aufzunehmen. In den großen Wäldern der Gegend verlor sich die Spur. Die Wälder haben auch den Mördern von Wangen die Flucht erleichtert. Sehr wahrscheinlich ist es ja nicht, daß die Mörder und die Räuber von Hagau und Edelshausen ein und dieselben Personen sind. Leute, die sechs Personen ermordet und offenbar einen großen Geldbetrag erbeutet haben, dürften sich kaum noch vier Tage in der Gegend herumtreiben.
Das Ministerium des Innern hat für die Ergreifung oder die sichere Ermöglichung der Ergreifung der Täter eine Belohnung von 100.000 Mark ausgesetzt.

3 Offene Fragen/Bemerkungen