Das Gästebuch

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394 Einträge
Safarov Safarov aus Trier schrieb am 20. September 2022 um 11:25
Auf welche Art und Weise der Herr Gruber seinen Tod fand, ist hier entscheidend. Wurde er, wie die anderen Opfer, auf den Schädel geschlagen oder sah es wie Suizid aus? Ich habe über diesen Fall erst heute morgen etwas gelesen, aber für mich ist es eindeutig: der Täter kannte sich mit dem Ort und Bauernhof aus! Außerdem, wäre es ein Raubmord gewesen, würden zumindest die Kinder nicht neun Male auf den Schädel geschlagen "übertötet".
Hans Bambel Hans Bambel schrieb am 7. September 2022 um 22:55
Warum sollte der alte Gruber seine Familie ausgelöscht haben? Ein (relativ alter) Mann zur damaligen Zeit war ohne Frau und Familie gar nichts. Wie sollte er die viele Arbeit auf dem Hof alleine bewältigen und dazu noch für sich selbst sorgen? Und dann wird er - was für ein Zufall - einen oder zwei Tage nach der Tat von seinem Mörder/Totschläger/Rächer gestellt und von diesem erschlagen. Oder noch abenteuerlicher, er soll nach dem Massaker vor Schwäche in die Reuthaue gefallen sein und sich dabei tödlich am Hals verletzt haben. Leute, macht euch doch nicht lächerlich!
Toni Wiedemann Toni Wiedemann aus Augsburg schrieb am 25. August 2022 um 0:36
Eine Wahnsinnsarbeit, die hier geleistet wurde ! Vielen Dank an alle Initiatoren und Beteiligten!
z z schrieb am 13. August 2022 um 18:01
..bin eben über den Bericht vom DK (März 2022) gestolpert, in dem Hr. Noack und Hr. Distl am liebsten -dem heutigen Zeitgeschmack entsprechend- den Nazi´s (Reichswehr, Hitlerputsch usw.usw.) und Rääächten die Morde in die Schuhe schieben würden.
Wenn der DK Hr. Noack zum Interview bittet, dann wäre es m.E. eine Selbstverständlichkeit, dass Hr. Noack das Büchlein mitbringt und vorzeigt und hieraus eine Leseprobe gibt! Wenn denn der Kaifecker Hof ein Mun.depot gewesen sein sollte, hat man die Waffen mit Schubkarren hin- und hergefahren? Warum hat niemand von massiven Spuren eines "Fuhrparkes" (ja, auch wenn´s ggf. nur Pferde- oder Ochsenkarren wären) und "Truppenbewegungen" gesprochen?
Für mich war es der Andreas Gruber selber, der späterhin ob der Morde selber Opfer wurde oder eben via Sturz umkam.
Und erst jetzt käme für mich Hr. LS ins Spiel, weil ich denke, dass er zum Zeitpunkt des Auffindens der Toten wußte, was am Fr, Sa, So, Mo insgesamt geschehen war und dass man beim Öffnen des Scheunentors "sein Arrangement" vorfinden würde. Ich frage mich, wieso alle Opfer Tageskleider anhatten außer dem Gruber, der wohl Schlafzeug anhatte. Wie kann das sein, außer eben der zeitl. Abfolge des Tatgeschehens. Mithin, m.E. müßte der Gruber am Sa noch gelebt haben und erst ab dem Sa sind dann Geschehnisse eingetreten, die -wie o. gesagt- ggf. und vll. jetzt den LS in die Sache reinbringen.
Rahtkens Rahtkens aus Torsten schrieb am 21. Juli 2022 um 19:15
Zu den Mordfällen Hinterkaifeck 1922
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe mir zu dem Mordfällen "Hinterkaifeck" sämtliche Beiträge im Netz angesehen und war sehr berührt. Mir ist aufgefallen das jede Theorie sich auf eine Beziehungstat bezieht. Daran glaube ich nicht, weil einheimischer Täter sich ewigen Verdächtigungen und Bekriegungen ausliefern würden. Ausserdem geht keine These im Netz auf die Indizien vor den Taten, wie die auswärtige Zeitung und die Spuren zum Hof Hinterkaifeck weiter ein.In meiner Theorie sind diese von entscheidener Bedeutung. Ich glaube der Täter war in schweren Straftaten verstrickt und wurde von Gegnern oder Polizei verfolgt und war verletzt. Auf der Flucht kaufte er sich eine Zeitung und bemerkte, dass etwas darin auf ihn verwies und er musste schnell unerkannt untertauchen. Eventuell kam er mit einem Heuwagen, in dem er sich verbarg in die ihm unbekannte Gegend. Es war eisig kalt und er sah den Hof Hinterkaifeck und schleppte sich zum Aufwärmen in die Scheune. Er blieb um sich zu verstecken und zu erholen, beobachtete immer wieder die Gegend weil er Verfolger und Polizei vermutete. Die Zeitung schmiss er weg, weil sie zu Rückschlüssen auf seine Person führen könnte wenn man sie bei ihm finden würde. Um sich zu verflegen suchte er auf dem Hinterkaifeck Hof nach Wasser und Nahrung und hatte mehrere Verstecke die er schnell wechseln konnte . Eines abens wurde er aber in der Scheune eingesperrt so das eine Flucht nur durch das Haus möglich war. Vieleicht suchte er nach etwas Milch beim Vieh im Stall und hörte Schritte oder wurde von Viktoria Gabriel überrascht und sie schrieh vor Angst. Dann würgte er sie, sie werte sich und er hat sie im Affekt mit der Reuthaue erschlagen. In Panik und weil er nicht wusste wer bewaffnet war, erschlug er dann Jeden der in die Scheune kam. Die Magd tötete er zur Vertuschung seiner Tat und das Kind weil es ihn verraten könnte. Das Vieh füttete er damit er noch etwas bleiben konnte, sonst wäre es früher durch Viehlärm aufgefallen dass niemand mehr da war. Mit dem Hund freundete er sich nach seiner Attacke gegen ihn an, weil er ihn auch versorgte. Als an einem Tage der Monteur überraschend auf den Hof kam, floh er unbemerkt nachdem er schnell noch den Hund fest band, unerkannt. Ich glaube, wenn man die "Münchener Zeitung" vom März 1922 nach Kriminalfällen und Anzeigen recherchiert, bekommt man Ansätze auf den Täter.
Mit freundlichen Grüssen
Torsten Rahtkens
Wagner Wagner aus Balzheim schrieb am 14. Juli 2022 um 15:49
Hallo zusammen,
aufgeklärte Mordfälle zeigen,das der/die Täter meistens aus dem Umfeld des /der Opfer kommen. Ich bin der meinung, das die einfachste Lösung meistens auch die richtige ist. Wenn ich nun die Aussage von Betz Josef über den Weber Peter (Hier nachzulesen) Überdenke, dann kann ich mir gut vorstellen das andere, Ortsnahe Halunken die gleiche Idee hatten. Wahrscheinlich erstmal ohne geplanten Mord, jedoch ist die Situation eskaliert und es kam zu den Morden. Aufgrund der Brutalität ist ein gewisser Hass sicherlich nicht auszuschließen. Auch kann ich mir vorstellen das die Täter (ich gehe von Zwei aus) danach zu LS gegangen sind und ihm die Tat gestanden haben. LS hatte vieleicht ein gewisses verständnis und hat Ihnen durch verschiedene Nachtat-Handlungen geholfen.
Hennie Hennie aus Norway schrieb am 7. Juni 2022 um 21:07
I saw a comment from someone named Markus, that asked why there are no photos of the familiy when they were alive, like weddings etc. And I wonder the same, it must exist some kind of photos of them somewhere, but where is the question
Michael Kaufmann Michael Kaufmann schrieb am 4. Juni 2022 um 7:23
Eine Burga aus 25421 Thesdorf darf hier folgendes schreiben:
"Ich denke, die verbliebenen Lebensjahre Lorenz Schlittenbauers nach seiner mutmaßlichen Tat waren, wenngleich er niemals überführt werden konnte, waren vom Geschehen überschattet. Und dieses Geheimnis lastet auch auf seinen Nachkommen. Den Nachfahren Lorenz Schlittenbauers wünsche ich, dass sie inneren Frieden finden."

Erstens: Warum sollten Nachkommen eines Mörders in ca. vierter Generation unter dessen Tat leiden? Das macht keinen Sinn.

Zweitens: Lorenz Schlittenbauer war nicht der Mörder, sondern es war der Andreas Gruber.

Es darf heute angenommen werden, dass Lorenz Schlittenbauer schon vor der offiziellen Entdeckung der Leichen am Hof war und Gründe hatte Spuren dort zu verwischen. Aber das ist auch alles.
Michael Kaufmann Michael Kaufmann schrieb am 2. Juni 2022 um 19:07
Werden Beiträge, die zu hinterkaifeck ch führen, hier ausgeblendet?

Der Schweizer Adolf Köppel hat für mich schlüssig das Tatgeschehen und den Täter hergeleitet. Für mich damit der gesamte Fall hinreichend aufgeklärt. Andreas Gruber hat fünf der Opfer getötet, er selber wurde den Tag danach Opfer eines Sturzes.

Ich empfehle die Google-Suche nach «Hinterkaifeck» «Adolf Köppel» «Ich weiss, wer der Mörder war».
Administrator-Antwort:
Hallo Michael,
das Buch ist schlecht recherchiert und für einen Unfall des Andreas Gruber gibt es keinerlei Indizien. Wir werden hier keine Plattform dafür bieten.
Markus Markus aus Eifel schrieb am 29. Mai 2022 um 16:12
Wie kommt es, dass es von den Ermordeten keine Bilder von zu Lebzeiten ( Schulbilder / Hochzeitsbilder usw. ) gibt?
Wecker Erwin Wecker Erwin aus Ingolstadt schrieb am 25. Mai 2022 um 8:07
Zu den Darstellungen des Herrn Nock in der aktuellen Dokumentation im Donaukurier.
An diese Geschichte kann ich nicht glauben!

Begründung:
- M. E. ist in den Jahren 1918 – 1922 (!!!) kein Fremder in ein Dorf gekommen, ohne dass Bewohner dies aufgefallen wäre! Wie kam das Material unbemerkt auf und wieder von dem Bauernhof?
- Die Größen der Gebäude sind bekannt. Wie viel Bauteile, Material etc. hätte auf dem bewirtschafteten Hof gelagert werden können? Dies hieße Militärgut wäre über das „Land“ verteilt deponiert worden.
Lothar Lothar schrieb am 18. Mai 2022 um 19:27
Übersetzung Beitrag von Daniela,

Guten Morgen,
Zunächst möchte ich den Administratoren und Benutzern dafür danken, dass sie diese Website erstellt und mit Dokumenten, Bildern, Debatten und Meinungen bereichert haben. Ich verfolge seit Jahren den ungelösten Fall Hinterkaifeck, mit all den sprachlichen Schwierigkeiten – ich spreche leider kein Deutsch! - und ich habe jedes Dokument gelesen, jeden Verdächtigen und jede Hypothese in Betracht gezogen ... nach langer Zeit bin ich der Meinung, dass dieses Verbrechen wahrscheinlich nicht sofort aufgeklärt werden konnte, aber nach einigen Jahren glaube ich, dass sich viele Dinge ergeben haben, und was nach dem Massaker passiert ist, ist genauso wichtig wie das, was vorher passiert ist. Aber jetzt ist zu viel Zeit vergangen und vielleicht werden wir nie die Beweise und jede Ermittlungssicherheit haben, die dem ein Ende setzt, auch wenn jeder von uns wahrscheinlich "seine" Wahrheit finden wird.
Daniela Daniela aus appassionata di delitti irrisolti schrieb am 17. Mai 2022 um 15:54
Buongiorno,
prima di tutto vorrei ringraziare gli amministratori e gli utenti per avere creato questo sito e per averlo arricchito con documenti, immagini, dibattiti ed opinioni. Seguo da anni il caso irrisolto di Hinterkaifeck, con tutte le difficoltà dovute alla lingua - purtroppo non parlo Tedesco! - e ho letto ogni documento, preso in considerazione ogni sospettato e ogni ipotesi...dopo tanto tempo, la mia opinione è che questo delitto probabilmente non poteva essere risolto immediatamente, ma a distanza di qualche anno credo che molte cose siano emerse, ed è altrettanto importante ciò che è accaduto dopo l'eccidio, rispetto a ciò che è accaduto prima. Ormai però di tempo ne è passato troppo e forse non avremo mai le prove e nessuna certezza investigativa che metta la parola fine, anche se ognuno di noi probabilmente troverà la "sua" verità.
Gondwana Gondwana aus Berlin schrieb am 13. Mai 2022 um 20:27
Die Faszination dieses Falles hat viele Gründe.
Schwer zu sagen, was am meisten hervorsticht. Man gerät unwillkürlich in eine historische Kostellation, taucht ein in eine ganz eigene Welt, die sich von der Lebensrealität der allermeisten Menschen heute deutlich unterscheidet.
Man mag es bedauern, daß es solcher Aufhänger bedarf, um sich mit vergangenen Zeiten zu beschäftigen.
So ist es bei Haarmann oder Kürten. Schnell verlässt einen der konkreten Fall und man erweiter seine Wahrnehmung zur Gesamtkonstellation, zur Lebenssituation vom Menschen in anderen Zeiten, die einem -ohne konkretes Verbrechen- theoretisch und uninteressant erscheinen würde.
Auch wenn niemals ein Täter gefunden wird, hat dieser Fall den Horizont vieler Menschn erweitert.
Mercury Mercury aus ... der Schwäbischen Alb schrieb am 9. Mai 2022 um 15:56
Eigentlich wollte ich hier ja nur ein einziges Mal eine Bemerkung abgeben, nämlich als sich diese grausige und aufgrund aller Umstände sowie trotz all der vergangenen Jahre ungeklärte und wohl vor allem deswegen sprachlos-mulmig machende Bluttat auf den Tag genau zum einhundertsten Mal jährte. Als ich dann allerdings ein paar Tage später lediglich nachschauen wollte, ob mein Eintrag auch veröffentlicht worden ist, las ich auch – zuerst eher dösig, dann aber rasch zunehmend erstaunt – jenen Beitrag von “Christian aus Frankfurt”. Also habe ich mir das von ihm erwähnte Video auf YouTube angeschaut; die letzte halbe Stunde davon inzwischen gar drei Mal... und diesen rund einstündigen Bericht jedes Mal wirklich lange und sehr nachdenklich auf mich wirken lassen.

Ich teile die Einschätzung jenes Christian und erachte seine Worte als sehr treffend. Insofern ist dieser Fall für mich nun endlich doch noch gelöst. Allerdings wäre ich nie und nimmer auf einen Reichswehr-Aspekt gekommen, ohne die für mich völlig unverhofften Informationen jenes Johnny Noack. Ihm danke ich hiermit ausdrücklich. Denn wer sich mit dieser grausigen Geschichte auch nur ein Mal näher beschäftigt hat, den mag sie kaum mehr loslassen. Doch nun kann ich dies... endlich!

Was aber all jenes Geschwurbel von selbsternannten oder Möchtegern-Hellsehern oder anderen pseudoempathischen Gutmenschen anbetrifft, so ist es wirklich schwer erträglich, dies zu lesen, ohne dass der gesunde Verstand dabei das Gefühl bis runter in die Gurgel kriegt, man hätte zu viel warmen Läàbrkääs gegessen.
Ezel Ezel aus Regensburg schrieb am 23. April 2022 um 21:28
Meine Überlegungen zu diesem Fall bzw. Verdächtigungen bezüglich einer Person werden über eine Mutmaßung nicht hinausgehen. Das Folgende gibt nur meine Meinung wieder und bedarf deshalb keines Beweises.

Ich habe mir viele Theorien angehört und mich im Thema eingelesen. Dabei habe ich mich immer wieder gefragt, wem dieses traurige Schicksal der Familien Gruber-Gabriel einen Nutzen oder eine durch den Täter rechtfertigbare „Gerechtigkeit“ bringen könnte. Zunächst gibt es diesen verschmähten Ortsvorsteher, der sich abwechselnd der Vaterschaft bekennt, um aber wieder diese zurückzuziehen; der Viktoria Gabriel und Andreas Gruber wegen Inzest anzeigt, aber auf Bitte Viktorias alles revidiert. Trotz seines merkwürdigen Verhaltens und seiner Aussagen in den Jahren nach der Tat kommt er für mich als Täter nicht in Frage. Diese Person bat Andreas Gruber seinen Revolver an, nachdem dieser über die Vorkommnisse in Hinterkaifeck (fehlender Schlüssel, Schritte auf dem Dachboden, Einbruchs(versuchs)Spuren am Motorhaus) mit ihm sprach. Was war die Ursache dieser merkwürdigen Begebenheiten? Woher kam plötzlich die Münchener Zeitung, worüber Andreas Gruber auch mit dem Postboten sprach? Und wer war die Person, die das Anwesen vom Waldrand aus beobachtete? Mein Augenmerk liegt hier im Hexenholz. Der/Die Täter kamen meiner Meinung nach aus ebendiesem Wald, um die schrecklicke Tat zu vollbringen, oder aber sie verschwanden nach der Tat in diesem, um aber den Tatort immer wieder aufzusuchen. Nach den Morden (auch wenn nahezu gesichert ist, dass der oder die Mörder nach der Tat noch in Hinterkaifeck blieben) in Richtung Gröbern zu fliehen, ist meiner Meinung nach zu auffällig, die Wahrscheinlichkeit zu hoch, im offenen Feld gesehen zu werden. Für mich bleibt also die Flucht Richtung Hexenholz. Die Täter brauchen nun aber eine Station, von der sie sich nach Hinterkaifeck hin- und wieder zurückbewegen können, da wie bereits erwähnt die Wahrscheinlichkeit der Entdeckung oder Gesehenwerdens zu hoch ist. Nun, hinter dem Hexenholz liegt der Ort Laag. Und Cäcilia Gabriel, die Tochter der Viktoria, hat den Angriff länger überlebt als die anderen, was auch zur Aussprache kam.
Burga Burga aus 25421 Thesdorf schrieb am 14. April 2022 um 13:33
Ich sehe die schaurige Faszination dieser tragischen Geschichte, die vor gut 100 Jahren ereignete. Und ich verstehe sie letztendlich als Familienproblematik, die eskaliert ist. Dieses traurige und blutige Ende von sechs Menschen nehme ich nun als Gelegenheit zu einem Learning:
Probleme lassen sich lösen. Man kann auch einen Umzug wagen, wenn es immer wieder Schwierigkeiten und auch ungute Verstrickungen mit bestimmten Nachbarn gibt. Noch, bevor die eigene Wut zu stark wird. Und dazu braucht es die Bereitschaft zur Reflektion. Aber Gewalt ist niemals eine Lösung.
Ich denke, die verbliebenen Lebensjahre Lorenz Schlittenbauers nach seiner mutmaßlichen Tat waren, wenngleich er niemals überführt werden konnte, waren vom Geschehen überschattet. Und dieses Geheimnis lastet auch auf seinen Nachkommen. Den Nachfahren Lorenz Schlittenbauers wünsche ich, dass sie inneren Frieden finden.
Falko Falko aus Hoppegarten schrieb am 9. April 2022 um 21:13
Das was Herr Johnny Noack in der aktuellen Doku des Donau Kurier schildert ist sehr spannend und sollte viel mehr beleuchtet werden. Auf jeden Fall werde ich das Buch "Nicht nur ein Mord" lesen um darüber mehr zu erfahren.
Hellseher Mühlhiasel Hellseher Mühlhiasel aus München schrieb am 3. April 2022 um 10:13
Ich sehe ,eine Bergmannshacke ,es waren mehrere Mörder ,gibt es ein Bergwerk in der Region ,ich sehe ,gibt es von der Woche des Mordes ,die Thurn und Taxis Postkutschen Fahrgäste ,die Namen ,ich sehe ,es war ein Raubmord ,manches Geld im Haus wurde übersehen in der Panik,es war wohl geplant ,die wertvollen Kühe auswärts zu verkaufen ,was dann fallen gelassen wurde ! Bei der heiligen Jungfrau Maria ,zündet sieben Grableuchten an ,denkt an die Raubmörder ,sprecht dreimal das Rosenkranzgebet ,und dreht diese Kerzen um ,auf den Kopf und löscht diese Kerzen aus , dann müssen sich die 7 Täter und ihre Nachfahren Kinder Tag und Nacht vor der Inselmühle hinstellen Von Kahr str. 80999 München ,bis bereut und und gebüßt ist !
Hellseher Mühlhiasel anno 1771 im Namen unserer heiligen Jungfrau Maria ,es kommt genau so ,weil es schon geschen ist !
Christian Christian aus Frankfurt/M. schrieb am 2. April 2022 um 21:22
Gefangen von diesem Mordfall denke ich auch schon seit einigen Jahren darüber nach wer der/die Täter gewesen sein könnte(n). Viele Motive für viele Tatverdächtige wurden zusammengereimt und/oder wurden auf den Tisch gelegt. Alle Motive waren/sind jedoch Spekualtion. Die Indizien schwach. Allen voran hätte Lorenz Schlittenbauer ein sehr starkes Motiv gehabt, sag(t)en viele, damals wie heute. Aber neben vielen Ungereimtheiten was auch diesen Tatverdächtigen angeht, z.B. wie er vier Tage lang nach dem Mord unentdeckt zum 500m entfernten und einsichtig offen gelegenen Hof hin- und zurückgegangen oder gar 3,4 Tage dort ununterbrochen geblieben sein sein soll ohne dass ihn jemand (u.a.seine Familie) dabei gesehen oder vermisst hätte, schien mir Lorenz Schlittenbauer zudem auch eher eine ruhigere, ausgelichene Person gewesen zu sein - das Gegenteil sozusagen von einem Andreas Gruber - und dazu noch kurzatmig und "schwach auf der Brust". Selbst wenn Schlittenbauer Viktoria im Affekt des verbalen Gefechts erschlagen hätte, hätte er dann nicht geschockt alles fallen lassen müssen, zusammenbrechen müssen? Hätte er nicht auch vom größeren (1,90m?) und viel stärkeren Andreas Gruber überwältigt werden können? Viele, viele Fragen. Ich glaube nicht, dass es Lorenz Schlittenbauer war.
Schockiert war ich indes, als ich vorgestern die hervorragende Reportage von Mathias Petry auf Youtube sah. Schockiert deswegen, weil ich erstmals den Namen Johnny Noack hörte und sah, was dieser zu erzählen hatte....
Kein Wunder, dass sein Name und die Geschichte dahinter in den 75 Jahren von 1922 - 1997 nie publik wurde. Damals, 1922, wussten neben dem/den Täter(n) wohl nur noch 2, 3 weitere Peronen im Umfeld der Reichswehr dem Geschehenen. Im Krieg verrohte Männer von besonderem Kaliber, die ihr Leben noch vor sich hatten - und in ihren Augen keinem Rechenschaft schuldig waren. Schon gar nicht der Polizei oder den Hinterbliebenen von Leuten die sie nicht persönlich kannten. Die Hinterkaifecker waren ganz sicher nicht die ersten die sie töteten. In den vier Kriegsjahren hatten sie wohl Dutzende, wenn nicht mehr, getötet. In den Jahrzehnten danach verwischte sich die Spur zur Reichswehr, die nur 13 Jahre nach der Tat in der großen Wehrmacht aufging. Die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Deutschland und insbesonder ein Bayern zwischen 1919-1923 waren vorbei und vergessen. Die Täter starben irgendwann, vielleicht in den Bomben des zweiten Krieges, vielleicht an Altersschwäche in den 1950er, 60er, 70er Jahren. Vermutlich haben sie ihre Tat auch niemanden in ihrer Familie - wenn sie eine hatten - gebeichtet. Und wenn doch - alles was sie wussten nahmen sie mit in ihr Grab. Was sie nicht wussten: Ihr damaliger Vorgesetzter in der Reichswehr und bei dieser "Aktion", Oberleutnant Mehnert schrieb im hohen Alter alles auf....
Alles passt zusammen - die Angst des Andreas Gruber in den Tagen und Wochen vor der Tat, sein Wunsch nach einer Pistole zur Selbstverteidigung (wusste Gruber mit wem er es zu tun hatte bzw. zu tun bekommen würde?), die aufgetauchte Zeitung aus München, schlesisch sprechende Leute in/um Gröbern, der durchwühlte Hof, der nahelegt, dass die Täter etwas (Nachweise einer Verbindung zur Reichswehr?) suchten (jedoch kein Geld oder Wertpapiere mitnahmen), usw.
Jeder kann sich selbst ein Bild machen - aber für mich steht nun fest: Der Fall ist gelöst. Nicht mit 100%iger Sicherheit. Das wird er wohl nie mehr. Aber mit 99,x%iger Sicherheit.
So unglaublich das ist und ich es nach all den Jahren und der Gewissheit, dass dieser Fall niemals gelöst werden würde, ein Mysterium bleibt, vielleicht ein Mysterium bleiben musste, selbst kaum glauben kann.
Ich hoffe, dass Johnny Noack die Autobiographie von Ernst-Friedrich Mehnert zumindest Mathias Petry und/oder Olaf Krämer, Konrad Müller, etc. mal zeigt und ggf. die Echtheit der Schrift (Entstehung in den 1970er Jahren) durch Experten nachgewiesen wird. Die Nachfahren von Ernst-Friedrich Mehnert möge mal in Ruhe lassen. Sie haben damit nichts mehr zu tun. Es ist und bleibt ihre Familiengeschichte.
Nochmal: Unfassbar. Das was Johnny Noack erzählt. Alles klingt so unfassbar einleuchtend und nachvollziehbar. Das neue Buch von Mathias Petry habe ich jetzt trotzdem noch bestellt. Ich bin auf die weiteren Veröffentlichungen und Meinungen zu diesem Fall gespannt...
Beste Grüße aus Frankfurt am Main